U-Bahn in Berlin
Strecke Wittenbergplatz – Westend
Die Architektur der Hoch- und Untergrundbahn in Berlin • 1922
Untergrundbahnhof Wittenbergplatz
Architekt: Alfred Grenander.
Der Bahnhof Wittenbergplatz, ursprünglich eine einfache zweigleisige Anlage, ist in den Jahren 1911 – 13 zu dem Hauptknotenpunkt des Schnellbahnnetzes ausgebaut worden.
Ein auf der Straßenoberfläche errichtetes Empfangsgebäude vermittelt in einer Längshalle die Zugänge zu den Bahnsteigtreppen, von denen vorerst sechs angelegt, weitere zwei an der nördlichen Stirnseite noch für Erweiterungen vorgesehen sind. Die zu beiden Seiten dieses Längsschiffs vorspringenden Eingangshallen mit den Schaltern ergeben die Kreuzform des Grundrisses.
In der Architektur zeigt sich die Rückkehr zu einer einfachen, antikisierenden, dem Klassizismus verwandten Stilrichtung.
Das Hauptmaterial des Innenraumes ist die glasierte Tonplatte, die, wie kaum ein anderes Material, den Eindruck der Sauberkeit hervorruft und starke Farbenwirkungen ermöglicht. Gesimse und Schmuckformen sind aus Majolika hergestellt.
Die großen Wandflächen der Halle eigneten sich in besonderem Maße zur Anordnung einer Reklame vornehmster Art. Rechteckig geformte und ovale Flächen sind in angemessener Verteilung in farbigen Umrahmungen zur Aufnahme von Ankündigungen teils für Bahnzwecke, teils für geschäftliche Zwecke vorgesehen.
Untergrundbahnhof Knie
Architekt: Alfred Grenander.
[U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz]
Untergrundbahnhof Bismarckstraße
Architekt: Alfred Grenander.
[U-Bhf. Deutsche Oper]
Untergrundbahnhof Wilhelmplatz
Architekt: Alfred Grenander.
[U-Bhf. Richard-Wagner-Platz]
Untergrundbahnhof Reichskanzlerplatz
Architekt: Alfred Grenander.
[U-Bhf. Theodor-Heuss-Platz]
Eingangsportal.
Die Eingänge des Bahnhofs liegen an einem großen freien, mit Schmuckanlagen versehenen Platze und haben eine keramische Ausstattung durch Majoliken aus den ehemals Kaiserlichen Cadiner Werkstätten erhalten.
In diesem Buch schildern ausgewiesene Experten in zeitgenössischen Original-Beiträgen die Entwicklung der Schnellbahnen vom Nollendorfplatz nach Ruhleben, Krumme Lanke und zum Kurfürstendamm zwischen 1906 und 1930.
Rund 150 Zeichnungen und Fotos illustrieren dieses Zeitdokument der Berliner Verkehrsgeschichte.

















