U-Bahn in Berlin

Elektrische Stadtbahnen in Berlin von Siemens & Halske

Deutsche Bauzeitung • 11.12.1897

Voraussichtliche Lesezeit rund 26 Minuten.

Der von Siemens & Halske Anfangs 1891 an die Öffentlichkeit gebrachte Plan zur Anlage voll­spuriger, elektrisch betriebener, dem Personenverkehr dienender Stadtbahnen, die je nach den örtlichen Verhältnissen als Hochbahnen oder Unter­pflaster­bahnen gedacht waren, ist in einem wichtigen Teil bereits in Ausführung begriffen, in anderen der Verwirklichung ein gutes Stück näher gebracht. Der Entwurf zu einer Hochbahn, welche die Stadt in westöstlicher Richtung durchschneidend, die beiden etwa an der Weichbildgrenze gelegenen Stationen Zoologischer Garten und Warschauer Straße der alten Stadtbahn miteinander verbinden soll, ist bekanntlich im Vorjahre für die ganze Strecke nach langen Verhandlungen, allerdings mit einer nicht unwesentlichen Abänderung der ursprünglichen Trasse in seinen Grundzügen endgültig festgelegt worden. Auf der in Linienführung und Einzelentwurf zuerst genehmigten Strecke Hallesches Tor – Warschauer Straße konnte noch im Herbst vorigen Jahres mit der Bauausführung angefangen werden und bis zum Schluss des Jahres wird hier der eiserne Viadukt, abgesehen von den größeren Bauwerken, im Wesentlichen aufgestellt sein. Es erscheint daher an der Zeit, über diese für die Verkehrsverhältnisse Berlins überaus wichtigen und technisch hoch­bedeutsamen Unternehmungen auch an dieser Stelle eine die Hauptpunkte berührende Darstellung zu geben.

Über die Vorgeschichte des Unternehmens, die von Siemens & Halske schon 1880 geplanten, aber aus Verkehrs- und technischen Rücksichten bald wieder aufgegebenen Entwurf für elektrisch betriebene schmalspurige Hochbahnen, welche einerseits die Stadt nordsüdlich im Zuge der Friedrichstraße und andererseits westöstlich im Zuge der Leipziger Straße durchziehen sollten, sowie über die ursprüngliche Linienführung und Ausgestaltung der jetzt zur Ausführung kommenden Hochbahnstrecke ist  hier bereits ausführlicher berichtet worden, so dass hier ein kurzer Hinweis genügt.

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Mit der Eröffnung der Berliner Hoch- und Untergrundbahn am 18. Februar 1902 fanden zehn Jahre Planung und Bau der ersten deutschen U-Bahn ihren vorläufigen Abschluss. Die damaligen Redakteure der ›Deutschen Bauzeitung‹ Fritz Eiselen und Albert Hofmann schildern die Arbeiten aus Sicht der Ingenieure und Architekten. Dabei gehen sie nicht nur auf die technischen Aspekte ein, sondern widmen sich auch der künstlerischen Ausgestaltung der Strecke und der Bahnhöfe. Zahlreiche Fotos und Zeichnungen illustrieren dieses Zeitdokument der Berliner Verkehrsgeschichte.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 114 Seiten | ISBN: 978-3-7528-9695-4

• Auf epilog.de am 12. Juni 2026 veröffentlicht

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