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Erste Güterzüge im Gotthard-Basistunnel

tvi.ticker • 16. Januar 2016

Erste Güterzüge im Gotthard-BasistunnelFoto: AlpTransit Gotthard AG

Die SBB Cargo führte im Rahmen des Testbetriebs die ersten Güterzüge durch den neuen Gotthard-Basistunnel. Auf dem Prüfstand befanden sich unter anderem zwei Wagen der rollenden Autobahn mit Lastwagen und der Begleitwagen für die Chauffeure.

Geprüft wurde das Verhalten der Wagen und des Ladeguts von Güterzügen bei der Durchfahrt durch den Gotthard-Basistunnel. Auf den Fahrten wurde getestet, unter welchen Voraussetzung mit den heutigen Ladungen beziehungsweise Ladesicherungen betriebssicher durch den Gotthard-Basistunnel gefahren werden kann. Konkret fanden drei Tunnelfahrten ohne Zwischenhalt mit jeweils einem Zug ab Altdorf bis Biasca respektive von Biasca nach Rynächt statt. Die erste Fahrt wurde mit Rola-Rollmaterial (inkl. Beladung und Begleitwagen) und verschiedenen Güterwagen und Lasten durchgeführt. Die zwei weiteren Fahrten fanden mit Rola-Begleitwagen und verschiedenen Güterwagen und Lasten, aber ohne Niederflurwagen, statt.

Im Verlaufe der nächsten Wochen wird SBB Cargo noch weitere Testfahrten durchführen. Dabei werden auch die Fahrdynamik und die Fahrzeiten der Güterzüge überprüft sowie die Tauglichkeit der auf der Nord-Süd-Achse eingesetzten Lokomotiven getestet. Der Testbetrieb wurde am 1. Oktober 2015 gestartet und dauert bis Ende Mai 2016. Insgesamt werden rund 3500 Testfahrten im längsten Eisenbahntunnel der Welt durchgeführt.

Quelle:  AlpTransit Gotthard AG

Buchtipp:
Die großartige Entwicklung von Berlin und seinen Vororten ab 1870 hat an den Verkehr auf den Eisenbahnen, besonders an den Verkehr zwischen den Vororten und der inneren Stadt Berlins, Anforderungen gestellt, denen nur durch besondere Anlagen und durch eine besondere Betriebsweise genügt werden konnte. Von dem Aufschwung erhält man ein Bild, wenn man die Entwicklung der Potsdamer Bahn verfolgt. Auf den vorhandenen zwei Gleisen, der sogenannten Stammbahn, ließen sich die drei Verkehrsarten, der Fernverkehr, Güter- und Vorortverkehr, nicht mehr in voller Regelmäßigkeit bewältigen und es musste zur gründlichen Abhilfe der auftretenden Schwierigkeiten die Strecke Berlin – Potsdam viergleisig ausgebaut werden. Die dadurch entstandene neue Vorortbahn, welche am 1. Oktober 1891 eröffnet wurde, hat zum Unterschied von der alten Potsdamer Bahn die Bezeichnung ›Wannseebahn‹ erhalten.
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• Auf epilog.de am 18. Januar 2016 veröffentlicht

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