VerkehrSchifffahrt

Neue Wendestelle für Schiffe bei Oldenburg eröffnet

tvi.ticker • 4. Mai 2021

Neue Wendestelle für Schiffe bei OldenburgFoto: WSW

Ab sofort profitieren See- und Binnenschiffe an der Seeschifffahrtsstraße Hunte bei Oldenburg von einer neuen leistungsstarken Wendemöglichkeit. Die neue Wendestelle hat einen Durchmesser von 165 m. Das ist die 1,5-fache maximale Schiffslänge eines Seeschiffes, das auf der Hunte verkehren kann.

Wo bisher Schiffe, die im Osthafen oder im Oldenburger Stadtbereich Ladung umschlugen, teilweise Rückwärtsmanöver vollführen oder auf Brückenöffnungen warten mussten, können sie jetzt vor der Eisenbahnbrücke wenden, um dann Fahrt Richtung Weser aufzunehmen.

Ausgehend von den Gefahren für die Schifffahrt infolge der Rückwärtsfahrten und den generell ungenügenden Wendebedingungen im Stadtgebiet Oldenburg war der Bau einer ausreichend bemessenen Wendestelle für die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs erforderlich. Mit der Fertigstellung der Wendestelle ist die Anpassung der unteren Hunte vorläufig abgeschlossen. Hierdurch wird nun die Erreichbarkeit der Oldenburger Häfen mit 110 m langen See- und 135 m langen Binnenschiffen ermöglicht.

Bislang standen der Schifffahrt zwei Wendemöglichkeiten zur Verfügung, eine oberhalb der Eisenbahnklappbrücke, zugelassen für Seeschiffe bis zu einer Länge von 86 m, und für Binnenschiffe bis zu 100 m Länge. Bei der zweiten Wendestelle im Bereich des Außenbezirkes Oldenburg des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser-Jade-Nordsee konnten Schiffe bis zu einer Länge von 85 m wenden.

Die Seeschifffahrtstraße Hunte bildet zwischen Elsfleth und Oldenburg die rund 25 km lange seewärtige Zufahrt zu den Umschlagsstellen der Stadt Oldenburg. Zusammen mit dem Küstenkanal ist die tidebeeinflusste Hunte für Binnenschiffe die Anbindung der Häfen an der Mittel- und Unterweser zu den Rhein- und Rheinmündungshäfen und der Ems.

Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

• Auf epilog.de am 6. Mai 2021 veröffentlicht