Bau & ArchitekturTunnel

Brenner Basistunnel

Hauptdurchschlag beim Erkundungsstollen

tvi.ticker • 6. Juli 2020

Nach 16,7 Kilometern Vortrieb mittels Tunnelbohrmaschine ist die Verbindung zwischen den beiden Baulosen Tulfes-Pfons und Pfons-Brenner hergestellt. 36 km durchgängige Tunnelverbindung sind damit im Brenner Basistunnel geschaffen.

Brenner Basistunnel - Hauptdurchschlag beim ErkundungsstollenFoto: Herrenknecht

Am 6. Juli 2020 um 8:27 Uhr bohrte sich die Tunnelbohrmaschine (TBM) ›Günther‹ von Norden kommend Richtung Süden durch die letzten Gesteinsbrocken. Insgesamt 16,7 km hat sich diese ›Fabrik im Berg‹ damit, ausgehend vom Ahrental bei Innsbruck, vorgearbeitet. Der Durchschlag erfolgte im Gemeindegebiet von Steinach am Brenner. Zuvor wurde die Tunnelröhre vom Wipptal Richtung Norden auf 1,7 km Länge mittels bergmännischen Sprengvortrieb ausgebrochen, um dem maschinellen Vortrieb, also der TBM, begegnen zu können.

Als Alleinstellungsmerkmal des Projekts Brenner Basistunnel gilt der nach seiner Fertigstellung künftig insgesamt 61 km lange Erkundungsstollen. Während der Bauphase dient er der Vorerkundung des Gesteins sowie der Baulogistik – später, in der Betriebsphase, der Entwässerung und Instandhaltung.

Der Durchschlag bedeutet auch die Verbindung der beiden größten Baustellen des Brenner Basistunnels auf österreichischem Projektgebiet. Das Baulos Tulfes-Pfons, das von der Arbeitsgemeinschaft Strabag/Salini-Impregilo vorangetrieben wird, ist nun an der Basis des Gebirges über das Baulos Pfons-Brenner, welches die Arbeitsgemeinschaft Porr/Hinteregger/Condotte/Itinera umsetzt, erreichbar und umgekehrt. Dadurch erhöht sich auch der Sicherheits- bzw. Logistikfaktor für die künftigen Arbeiten.

Quelle: Brenner Basistunnel BBT SE

• Auf epilog.de am 7. Juli 2020 veröffentlicht