U-Bahn in Berlin
Strecke Möckernbrücke – Gleisdreieck
Die Architektur der Hoch- und Untergrundbahn in Berlin • 1922
Hochbahnbrücke über den Landwehrkanal.
Architekt: Paul Wittig.
Auch diese Brücke, die die Eisenbahn und den darunter liegenden Landwehrkanal überschreitet, war zunächst, wie das Foto zeigt, als reines Ingenieurwerk ohne Zuziehung des Architekten ausgeführt, dem dann die Aufgabe gestellt wurde, dieses weithin sichtbare Bauwerk für das Auge gefälliger zu gestalten.
Bei der Ausstattung wurde ein Zusammengehen der Brücke mit dem naheliegenden farbigen Torhaus versucht, mit dem sie unmittelbar verbunden ist. Die seitlichen Knotenpunkte der Brücke wurden durch Kartuschen betont und die offenen Stirnseiten durch überdachte Schildbildungen über der Durchfahrt geschlossen; Kartuschen und Schilder sind in Emailletechnik farbig behandelt, die Wappen mit vergoldeten Gehängen eingefasst.
Haus Tempelhofer Ufer mit Hochbahndurchfahrt und Kraftwerk.
Architekt: Paul Wittig.
Das Eckgrundstück, durch das die Hochbahn diagonal hindurchgeführt ist, wurde als Wohnhaus mit erhöhter Durchfahrt bebaut, das einheitlich verbunden ist mit dem anstoßenden Kraftwerk. Die Durchfahrt selbst ist durch lebhafte Färbung der Deckengewölbe und das als Schlussstein ausgebildete Hochbahnwappen hervorgehoben.
Kohlenhebewerk am Landwehrkanal.
Architekt: Sepp Kaiser.
Kreuzungsbahnhof Gleisdreieck.
Architekt: Sepp Kaiser.
Bei dem Entwurf des Kreuzungsbahnhofes hat der Architekt von Anfang an mit dem Ingenieur zusammengewirkt.
Der Kreuzungsbahnhof besteht aus zwei übereinanderliegenden Hallen, die sich im rechten Winkel kreuzen und durch mehrarmige Treppenanlagen miteinander verbunden sind. Die dekorative Ausstattung der Hallenräume beschränkt sich auf die Geländerbildung und die Aufhängung der Schriftschilder über den Treppen.
Die äußere Erscheinung verzichtet sachgemäß auf alle architektonischen Zutaten und ist lediglich der Ausdruck der inneren Raumbildung.












