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Hamburger Hochbahn baut
neue U-Bahn-Werkstatt

tvi.ticker • 3. Juli 2017

Die Bauarbeiten für die U-Bahn-Werkstatt der Hamburger Hochbahn in Billstedt haben begonnen. Gebaut wird sie im Einschnitt östlich der Legienbrücke zwischen den U 2 / U 4-Haltestellen Legienstaße und Billstedt. Das geschlossene Gebäude wird vier Gleise haben, 135 m lang und 34 m breit sein. Im Bereich westlich der Legienbrücke entsteht zudem eine neue Waschhalle mit einer Länge von ebenfalls 135 m und einer Breite von 7 m.

Hamburg wächst. Immer mehr Menschen sind in Hamburg unterwegs. Die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen steigen. Im letzten Jahr fuhren über 230 Millionen Fahrgäste mit der U-Bahn. Um dieser Entwicklung auch künftig Rechnung tragen zu können, müssen ausreichende Fahrzeugkapazitäten zur Verfügung stehen. Die Hochbahn verfügt aktuell über 250 U-Bahn-Fahrzeuge. In den kommenden Jahren wird die Flotte weiter anwachsen. Das erfordert den Ausbau der Infrastruktur um eine zusätzliche Werkstatt für Inspektions- und Wartungsarbeiten.

Neue U-Bahn-WerkstattAbb.: Hamburger Hochbahn AG

Die neue Werkstatt in Billstedt ergänzt die bestehenden U-Bahn-Werkstätten in Barmbek und Farmsen. Diese Standorte stoßen an ihre Kapazitätsgrenze. Eine Erweiterung vor Ort ist aufgrund der sehr begrenzten Flächen nicht möglich. Eine umfassende Betrachtung des Gesamtnetzes bei der Suche nach einem geeigneten Standort ergab, dass der Gleisbereich westlich vor Billstedt optimal ist.

Die neue Betriebswerkstatt liegt direkt an den U-Bahn-Linien U 2 und U 4. Die auf diesen Linien eingesetzten U-Bahnen sollen künftig hier gewartet werden. Damit ist die Werkstatt die ideale Ergänzung zur Betriebswerkstatt Farmsen. So können künftig alle Fahrzeuge ›vor Ort‹ gewartet und die Zahl der notwendigen Ein- und Aussetzfahrten (›Leerfahrten‹) deutlich reduziert werden.

In der neuen Betriebswerkstatt kann parallel an vier Vollzügen (120 m Länge) gearbeitet werden. Pro Tag durchlaufen dann bis zu 28 U-Bahn-Züge Wartung und Inspektion. Alle Arbeiten finden in der geschlossenen Halle statt. Auch die Waschanlage wird nur bei geschlossenen Toren betrieben.

Die neue Betriebswerkstatt wird nicht nur in ansprechendem Industriedesign erscheinen, sondern auch eine attraktive Dachbegrünung erhalten. Anfang 2019 soll die U-Bahn-Werkstatt Billstedt in Betrieb gehen. Die Investitionssumme liegt bei rund 44 Mill. €.

Quelle:  Hamburger Hochbahn AG

Buchtipp:
Mit der Eröffnung der Berliner Hoch- und Untergrundbahn am 18. Februar 1902 fanden zehn Jahre Planung und Bau der ersten deutschen U-Bahn ihren vorläufigen Abschluss. Die damaligen Redakteure der ›Deutschen Bauzeitung‹ Fritz Eiselen und Albert Hofmann schildern die Arbeiten aus Sicht der Ingenieure und Architekten. Dabei gehen sie nicht nur auf die technischen Aspekte ein, sondern widmen sich auch der künstlerischen Ausgestaltung der Strecke und der Bahnhöfe. Zahlreiche Fotos und Zeichnungen illustrieren dieses Zeitdokument der Berliner Verkehrsgeschichte.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 114 Seiten | ISBN: 978-3-7528-9695-4

• Auf epilog.de am 4. Juli 2017 veröffentlicht

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