Verkehr – Nahverkehr

Erste grenzüberschreitende
Straßenbahn in Straßburg

tvi.ticker • 29. Mai 2017

Seit dem 28. April 2017 verbindet die neue Straßenbahn ›Citadis‹ die Straßburger Innenstadt (Frankreich) mit dem Kehler Bahnhof (Deutschland). Alstom Design & Styling hat Citadis in Partnerschaft mit dem Peugeot Design Lab entwickelt und Alstoms Infrastrukturteams haben die Oberleitung und die Gleise, die über die Grenzbrücke führen, konzipiert und installiert. Straßenbahn ›Citadis‹Foto: Alstom Dem Straßburger Verkehrsbetrieb CTS hat Alstom bereits 12 der 22 neuen Straßenbahnen geliefert. Die Rahmenvereinbarung war Ende 2014 unterzeichnet worden.

Die Straßenbahnen sind 45 m lang und haben eine Fahrgastkapazität von 288 Personen. Sie sind mit LED-Beleuchtung und vollverglasten Türen ausgestattet, um das Komfort- und Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu erhöhen. Die Straßenbahnen sind auch behindertengerecht ausgeführt: Sie weisen leicht zugängliche Türöffner, breitere Sitze und speziell reservierte Bereiche für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen auf.

Die Inbetriebnahme der ersten französischen grenzübergreifenden Straßenbahn ist ein historischer Moment. Seit 72 Jahren gab es keine Straßenbahnlinie mehr zwischen Straßburg (Frankreich) und Kehl (Deutschland). Die neuen Straßenbahnen fahren auf den Streckenerweiterungen der beiden vorhandenen Linien. Die Linie D, die bis zum Kehler Bahnhof verlängert wurde, erleichtert den Alltag von rund 20 000 Straßburgern, die in Deutschland arbeiten. Die Linie A hält in der Gemeinde Illkirch südlich von Straßburg.

Quelle: Alstom/Peugeot

Buchtipp:
Nach der Eröffnung der Berliner Hoch- und Untergrundbahn 1902 war das Interesse der gut situierten westlichen Berliner Vororte an einem Schnellbahnanschluss geweckt. Selbstbewusst und mit der Unterstützung finanzkräftiger Terraingesellschaften entwickelten die Städte Charlottenburg und Wilmersdorf Pläne für die Erweiterung der Berliner U-Bahn, wobei die Beteiligten teilweise sehr eigenwillige Vorstellungen zur Streckenführung hatten.
In diesem Buch schildern ausgewiesene Experten in zeitgenössischen Original-Beiträgen die Entwicklung der Schnellbahnen vom Nollendorfplatz nach Ruhleben, Krumme Lanke und zum Kurfürstendamm zwischen 1906 und 1930.
Rund 150 Zeichnungen und Fotos illustrieren dieses Zeitdokument der Berliner Verkehrsgeschichte.
  PDF-Leseprobe € 16,90 | 114 Seiten | ISBN: 978-3-7578-8381-2

• Auf epilog.de am 30. Mai 2017 veröffentlicht

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