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Erneuerter Bahnknoten Halle sorgt für schnellere und komfortablere Verbindungen

tvi.ticker • 31. März 2021

Halle (Saale) HauptbahnhofFoto: Deutsche Bahn/Volker Emersleben

Nach sechseinhalb Jahren Bauzeit ging der modernisierte Bahnknoten Halle (Saale) an den Start. Als einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte im deutschen Schienenverkehr sorgt er für bessere Verbindungen für Bahnreisende und trägt so maßgeblich zur Mobilitätswende bei.

Die Deutsche Bahn (DB) hat im laufenden Zugbetrieb den Hauptbahnhof komplett umgebaut, 50 km Gleise und 200 Weichen erneuert sowie zwei elektronische Stellwerke installiert. Züge können jetzt vier Mal so schnell durch den Bahnknoten fahren. Zudem entstand ein moderner Rangierbahnhof für effizienten Güterverkehr.

Der Hauptbahnhof Halle (Saale) ist einer von 16 Zukunftsbahnhöfen. Hier erprobt die DB innovative Angebots- und Serviceideen für ihre Kunden. So bieten zwei automatisierte Fahrradparktürme sichere Stellplätze für Zweiräder und eine Fahrrad-Service-Station hilft Radfahrenden bei kleineren Reparaturen. Auf dem Vorplatz gibt es für das Smartphone Solarstrom aus dem USB-Anschluss und im Bahnhof profitieren Gäste von einer übersichtlichen Wegeleitung sowie neuen Sitzmöbeln.

Der Eisenbahnknoten Halle (Saale) spielt nicht nur eine wichtige Rolle im deutschen Schienenverkehr, sondern ist auch Kreuzungspunkt europäischer Verkehrsachsen, insbesondere im Güterverkehr auf dem Nord-Süd-Korridor und zwischen den Nordseehäfen und Südosteuropa. Der Bahnknoten, der an die Neu- und Ausbaubaustrecken des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 angegliedert ist, wurde auch aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Quelle: Deutsche Bahn

Buchtipp:
Die großartige Entwicklung von Berlin und seinen Vororten ab 1870 hat an den Verkehr auf den Eisenbahnen, besonders an den Verkehr zwischen den Vororten und der inneren Stadt Berlins, Anforderungen gestellt, denen nur durch besondere Anlagen und durch eine besondere Betriebsweise genügt werden konnte. Von dem Aufschwung erhält man ein Bild, wenn man die Entwicklung der Potsdamer Bahn verfolgt. Auf den vorhandenen zwei Gleisen, der sogenannten Stammbahn, ließen sich die drei Verkehrsarten, der Fernverkehr, Güter- und Vorortverkehr, nicht mehr in voller Regelmäßigkeit bewältigen und es musste zur gründlichen Abhilfe der auftretenden Schwierigkeiten die Strecke Berlin – Potsdam viergleisig ausgebaut werden. Die dadurch entstandene neue Vorortbahn, welche am 1. Oktober 1891 eröffnet wurde, hat zum Unterschied von der alten Potsdamer Bahn die Bezeichnung ›Wannseebahn‹ erhalten.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 104 Seiten | ISBN: 978-3-695-14284-2

• Auf epilog.de am 1. April 2021 veröffentlicht

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