Verkehr – Nahverkehr

Elektrische Straßenbahnen mit Untergrundleitung

Das Neue Universum • 1897

Voraussichtliche Lesezeit rund 7 Minuten.

Der elektrische Betrieb von Straßenbahnen mit Untergrundleitung bietet den Vorteil, dass das Straßenbild nicht durch die oberirdisch gezogenen Drähte verunziert und der Straßenverkehr selbst durch die zur Befestigung der Leitungsdrähte erforderlichen Ständer und Säulen nicht gestört wird. Andrerseits aber sind derartige Anlagen sehr kostspielig und der Betrieb selbst wird durch das in die Leitungskanäle eindringende Wasser, sowie durch den darin sich ansammelnden Schmutz vielfachen Störungen ausgesetzt.

Man hat für derartige Untergrundleitungen bereits viele verschiedene Systeme in Anwendung oder wenigstens in Vorschlag gebracht, welche sich folgendermaßen klassifizieren lassen:

  1. Kanäle mit einer Leitung, welche mit dem Motorwagen in fortwährender Verbindung durch einen Gleitkontakt bleibt,
  2. Kanäle, deren Leitung nur zeitweise mit dem Motorwagen durch verschiedenartige Vorrichtungen in Kontakt kommt.
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Buchtipp:
Die 1910 eröffnete Untergrundbahn der damals noch selbstständigen Stadt Schöneberg – heute die Berliner Linie U 4 – war nicht nur die zweite U-Bahn in Deutschland, sie setzte auch neue Maßstäbe bei der Baulogistik und viele Verfahren der ›Berliner Bauweise‹ wurden hier zum ersten Mal angewendet. Dem Verfasser dieses Buches, Stadtbaurat Friedrich Gerlach (1856 – 1938), oblag die oberste Leitung für das Projekt der Schöneberger Untergrundbahn und so erfährt der Leser aus erster Hand, wie die Strecke geplant und gebaut wurde. Über 120 Zeichnungen und Fotos illustrieren dieses Zeitdokument der Berliner Verkehrsgeschichte.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 110 Seiten | ISBN: 978-3-7519-1432-1

• Auf epilog.de am 8. Februar 2021 veröffentlicht

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