VerkehrSchifffahrt

Schleuse Charlottenburg

Grünes Licht für die westliche Zufahrt

Berliner Wirtschaft • März 2001

Ende Februar 2001 ist der Planfeststellungsbeschluss für die westliche Zufahrt der Schleuse Charlottenburg rechtskräftig geworden. Damit steht der vollständigen Fertigstellung der neuen Schleuse Charlottenburg nun nichts mehr im Wege. Die IHK Berlin hat sich wiederholt für eine zügige Realisierung des Vorhabens eingesetzt, da diese Schleuse für die Zufahrt zum Berliner Westhafen von größter Bedeutung ist.

Die Planung für die westliche Zufahrt sieht eine Begradigung der Spree vor, also einen Durchstich durch den dort vorhandenen Flussbogen. Dies ist notwendig, um den Güter- und Fahrgastschiffen eine sichere und ungehinderte Einfahrt in die Schleusenkammer zu ermöglichen. Für Sportboote wird es eine Wartestelle geben. Nach Angaben des Wasserstraßenneubauamtes in Berlin soll die seit 1998 im Bau befindliche Schleuse Ende 2002, ihre westliche Zufahrt im ersten Quartal 2003, also nur wenig später, fertig werden.

Die neue Schleuse Charlottenburg wird vom Bund im Rahmen des Projekt 17 der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit errichtet (Ausbau der Wasserstraße Berlin – Hannover). Sie wird über eine Kammer von 115 m Länge und 12,40 m Breite verfügen, so dass künftig auch 110 m lange Großmotorgüterschiffe zum Westhafen verkehren können. Sie ersetzt die bestehende Doppelschleuse aus den Jahren 1883 und 1885, die mit ihren Kammern von nur 85 m und 76 m Länge den Anforderungen der modernen Güterschifffahrt nicht mehr gerecht wird.

• Auf epilog.de am 9. März 2001 veröffentlicht