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Patent-Trottoirsteine

D. R.-P. 122271, von Reg.-Bmstr. Franz Woas in Wiesbaden

Deutsche Bauzeitung • 5.10.1901

Patent Trottoirsteine

Die Zwecks sicheren Begehens und Belebung der glatten Fläche geriefelten Ton- und Zementfliesen litten bisher unter dem Übelstand, dass sich in den Riefelungen der Schmutz sehr festsetzte und schwer daraus zu entfernen war, während sie andererseits auch das Stehenbleiben von Wasser in den Vertiefungen, also im Winter die Glatteisbildung begünstigten. Auch die Zerstörung der ganzen Bürgersteig-Befestigung bei Frost wurde durch dieses Festhalten der Feuchtigkeit beschleunigt. Patent Trottoirsteine Allen diesen Übelständen wird durch die Patent-Trottoirsteine beistehender Form begegnet, deren Riefelungen sämtlich in eine in der Diagonale der Platte gezogene Hauptriefelung einmünden. Die Platten werden nun, wie ebenfalls aus der Abbildung hervorgeht, so verlegt, dass diese Diagonalen in der Richtung des Quergefälles des Bürgersteigs liegen und eine zusammenhängende Entwässerungsrinne bilden. Diese Ausführungsweise ist natürlich für Platten beliebigen Materials anwendbar und bedingt keine Kostenerhöhung gegenüber anderen geriefelten Platten. In gleicher Weise wie für Bürgersteige lassen sich derartige Platten zweckmäßig auch für Küchen, chemische Fabriken, Ställe, überhaupt überall da anwenden, wo auf den Boden viel Feuchtigkeit kommt.

• Auf epilog.de am 3. Mai 2022 veröffentlicht