U-Bahn in Berlin

Modernisierte U-Bahnen an die Berliner Verkehrsbetriebe übergeben

tvi.ticker • Juli 2014

Modernisierte U-BahnenFoto: Vossloh Kiepe

39 Doppeltriebwagen der Berliner U-Bahn-Baureihe F 76 werden komplett modernisiert und für weitere 20 Jahre Einsatz fit gemacht. Am 9. Juli 2014 übergab das von der BVG mit der Ertüchtigung beauftragte Unternehmen Vossloh Kiepe in Leipzig den ersten der ›neuen Alten‹ an die BVG. Bis Februar 2017 soll das Modernisierungsprojekt komplett abgeschlossen sein.

Die BVG hatte Vossloh Kiepe im März 2013 den Großauftrag für die ›Runderneuerung‹ der Berliner U-Bahn-Fahrzeuge erteilt. Während Vossloh Kiepe für die elektrischen Arbeiten zuständig ist, wurde IFTEC, ein Tochterunternehmen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH, als Subunternehmer mit der mechanischen Umsetzungen der Hauptuntersuchung und der Modernisierungsarbeiten beauftragt.

Vossloh Kiepe übernimmt den kompletten elektrischen Modernisierungsanteil. Dieser beinhaltet unter anderem Verkabelungsarbeiten, die Demontage, das Aufarbeiten und Montage der elektrischen Komponenten und elektronischen Kommunikationsanlagen, der Antriebsausrüstung und anschließend die komplette statische und dynamische Inbetriebnahme. Antriebssteuerung, Bordnetzversorgung und die Heizungs- und Belüftungsanlage werden modernisiert. IFTEC ist für die mechanische Ertüchtigung der Triebwagen zuständig. Nach der vollständigen Entkernung des Innenraumes werden die Komponenten aufgearbeitet, modernisiert und danach wieder in die Bahn eingebaut.

Fahrgäste der BVG werden von einem moderneren Innenraum profitieren, aber auch ›unter der Haube‹ hat die Elektronik Einzug gehalten. Die Züge können jetzt sanfter anfahren und bremsen, die Beschleunigung wurde deutlich verbessert, was bei kurzen Taktfolgen im Linienverkehr besonders wichtig ist.

 

Quelle:  Vossloh Kiepe GmbH

Buchtipp:
Mit der Eröffnung der Berliner Hoch- und Untergrundbahn am 18. Februar 1902 fanden zehn Jahre Planung und Bau der ersten deutschen U-Bahn ihren vorläufigen Abschluss. Die damaligen Redakteure der ›Deutschen Bauzeitung‹ Fritz Eiselen und Albert Hofmann schildern die Arbeiten aus Sicht der Ingenieure und Architekten. Dabei gehen sie nicht nur auf die technischen Aspekte ein, sondern widmen sich auch der künstlerischen Ausgestaltung der Strecke und der Bahnhöfe. Zahlreiche Fotos und Zeichnungen illustrieren dieses Zeitdokument der Berliner Verkehrsgeschichte.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 114 Seiten | ISBN: 978-3-7528-9695-4

• Auf epilog.de am 14. Juli 2014 veröffentlicht

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