Handel & Industrie – Maschinenbau
Maschine zur Wasserhebung
mit Hilfe eines Flusses
Schatzkammer mechanischer Künste • 1620
Mit dem Kunstwerk dieser Maschine kann man bewirken, dass das Wasser aus einem tiefen Ort mithilfe eines Flusses oder Kanals in eine angemessene Höhe hinaufsteigen kann.
Wenn nun der Fluss oder Kanal das Rad L antreibt, drehen sich zugleich die zwei Räder P und F, die an der Welle des genannten Rades stecken. Da sie entgegengesetzt gezahnt sind, treiben sie die Laterne G bald auf diese, bald auf jene Seite. Diese Laterne treibt, weil sie an ihrer Achse das Kammrad Q hat, nach oben beschriebener Weise mit demselben den Kamm H an. Weil dieser Kamm an seiner Achse eine Schraube hat (die mit S gekennzeichnet ist), lässt er mit dieser die Mutter D, welche in die Kerben der genannten Schraube greift, hin- und hergehen. Das Drehen dieser Mutter bewirkt also, dass die Schraube R (wie man hier in der Abbildung sieht) mit dem unten angesteckten Deckel Z im Druckwerk I auf- und niedergeht. Dieser Deckel zieht das Wasser durch diese Bewegung in das genannte Druckwerk. Wenn die Ventile oder Deckel des Druckwerks geschlossen sind, stößt er das Wasser in die sechs Pumpen oder Röhren. Diese sind mit den zwei Abdeckungen C und T bedeckt, die sie umgeben, und besitzen gleichartig geformte Ventile wie die vorhergehenden. Von dort steigt das Wasser durch diese Röhren in den Kasten B, und aus diesem kann es durch die Leitung V geführt werden, wohin man will.

