Verkehr – Eisenbahn

Güter-Transit auf der Schiene zwischen Italien und Deutschland

tvi.ticker • 25. März 2021

ÖBB RCG TransFER Verona-HannoverFoto: ÖBB/Peschl

Die ÖBB Rail Cargo Group bringt mit der neuen TransFER Verbindung ab 29. März 2021 einen intermodalen Nonstop-Anschluss zwischen dem Güterverkehrszentrum Interporto Quadrante Europa Verona und dem Rail Terminal Hannover-Leinetor mit vier Rundläufen pro Woche auf Schiene. Mit der neuen TransFER Verbindung ermöglicht die RCG die effiziente und umweltschonende Transportlösung zwischen Norditalien und Norddeutschland für kontinentale Warenströme.

Damit ermöglicht die ÖBB die weitere Verkehrsverlagerung auf die Schiene entlang der Brennerachse. Durch diese umweltfreundliche und hochfrequente Transportlösung können im stark betroffenen Transitland Österreich bis zu 256 Lkw-Fahrten pro Woche vermieden werden. Die neue Zugverbindung trägt somit wesentlich zur Entlastung der vom Transit geplagten Region sowie zur Lärmentlastung der Bevölkerung bei.

Von Norditalien nach Norddeutschland

ÖBB RCG TransFER Verona-HannoverAbb.: ÖBB

Verona, mit seinem Güterverkehrszentrum Interporto Quadrante Europa nimmt durch seine verkehrsgünstige Lage eine bedeutende Stellung in der Regionen Venetien und in Norditalien ein. Venetien ist wirtschaftlich die drittstärkste Region Italiens, mit den Industrieschwerpunkten in den Bereichen Maschinenbau und Elektronik, Metallbau, Mode- und Textilindustrie, Kunststoff, Automotiv, Möbel sowie der Lebensmittelproduktion. Deutschland steht traditionell für Venetien, wie auch für Italien insgesamt, an erster Stelle im Export.

Niedersachsen, mit Hannover als Hauptstadt, ist nach der Wirtschaftsleistung gerechnet das viertgrößte Bundesland Deutschlands. Es zeichnet sich durch seine direkte Lage an der Nordseeküste und dem ausgebauten Bahn- und Wasserstraßennetz und einer Vielzahl an Autobahnverbindungen auf der Nord-Süd- sowie auf der West-Ost-Achse aus. Davon profitiert auch das Rail Terminal Hannover. Niedersachsen verfügt über eine Reihe global agierender Unternehmen u. a. aus der Automobil- und Lebensmittelindustrie, dem Schiffsbau und der chemischen Industrie.

Quelle: ÖBB

Buchtipp:
Die großartige Entwicklung von Berlin und seinen Vororten ab 1870 hat an den Verkehr auf den Eisenbahnen, besonders an den Verkehr zwischen den Vororten und der inneren Stadt Berlins, Anforderungen gestellt, denen nur durch besondere Anlagen und durch eine besondere Betriebsweise genügt werden konnte. Von dem Aufschwung erhält man ein Bild, wenn man die Entwicklung der Potsdamer Bahn verfolgt. Auf den vorhandenen zwei Gleisen, der sogenannten Stammbahn, ließen sich die drei Verkehrsarten, der Fernverkehr, Güter- und Vorortverkehr, nicht mehr in voller Regelmäßigkeit bewältigen und es musste zur gründlichen Abhilfe der auftretenden Schwierigkeiten die Strecke Berlin – Potsdam viergleisig ausgebaut werden. Die dadurch entstandene neue Vorortbahn, welche am 1. Oktober 1891 eröffnet wurde, hat zum Unterschied von der alten Potsdamer Bahn die Bezeichnung ›Wannseebahn‹ erhalten.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 104 Seiten | ISBN: 978-3-695-14284-2

• Auf epilog.de am 28. März 2021 veröffentlicht

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