U-Bahn in Berlin

Entwurf einer elektrischen Untergrundbahn für Berlin von der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft

Polytechnisches Journal • 29.7.1892

Voraussichtliche Lesezeit rund 7 Minuten.

Obwohl London bereits seit Anfang der 1860er Jahre eine Untergrundbahn mit Dampfbetrieb zur Verbindung der wichtigsten Bahnhöfe und für den Verkehr mit der City besaß, hatte dieselbe doch lange Zeit eine Nachfolge nicht gefunden, wesentlich deshalb, weil der Aufenthalt in dem aus Mauerwerk gebildeten engen Tunnel in Folge der mit Benutzung der Dampflokomotive unvermeidlich verbundenen Verunreinigung der Luft und Belästigung durch Hitze kein angenehmer ist. Die elektrisch betriebene Untergrundbahn ist von diesen Übelständen frei und hat auch in anderen Weltstädten, namentlich in Paris und New York zur Nacheiferung angeregt. Auch für Berlin, wo in den letzten beiden Jahrzehnten der Verkehr einen so gewaltigen Aufschwung genommen hat und das bereits so dichte Netz der Schienengeleise für Pferdebahnen ihn kaum zu bewältigen vermag, weshalb für die weniger aus der Bequemlichkeit der Bevölkerung, als wegen der sich mehr und mehr verbreiternden Erkenntnis vom Wert der Zeitersparnis zu erwartenden weiteren Steigerung des Verkehrs neue Bahnen geschaffen werden müssen, hat die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft schon gegen Ende 1891 einen Entwurf zu einer elektrischen Untergrundbahn eingereicht, dessen Grundzüge nachstehend angegeben werden mögen.

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Buchtipp:
Nach der Eröffnung der Berliner Hoch- und Untergrundbahn 1902 war das Interesse der gut situierten westlichen Berliner Vororte an einem Schnellbahnanschluss geweckt. Selbstbewusst und mit der Unterstützung finanzkräftiger Terraingesellschaften entwickelten die Städte Charlottenburg und Wilmersdorf Pläne für die Erweiterung der Berliner U-Bahn, wobei die Beteiligten teilweise sehr eigenwillige Vorstellungen zur Streckenführung hatten.
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• Auf epilog.de am 5. Mai 2023 veröffentlicht

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