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Elektrische Trambusse für Linz

tvi.ticker • 11. November 2015

Der belgische Fahrzeughersteller Van Hool wird der österreichischen Stadt Linz 20 Doppelgelenk-Oberleitungstrambusse liefern. Die Trambusse des Modells Exqui.City sind 24 m lang, voll-elektrischen und damit emissionsfrei.

Die Auslieferung der ersten Prototypen ist für die erste Hälfte 2017 geplant. Alle Fahrzeuge sollen bis Ende 2019 in Linz und der weiteren Umgebung fahren. Für Van Hool ist dieser Auftrag eine Premiere: Dank einer innovativen Antriebstechnik aus zwei Elektromotoren und einem batteriebetriebenen Reserveantrieb fahren die neuen Doppelgelenk-Oberleitungstrambusse in Linz zu 100 % elektrisch und ohne Abgase.

Elektrische Trambusse für LinzFoto: Van Hool

Im Gegensatz zu früheren Oberleitungsmodellen dieses Trambusses, bei dem kurze kontaktlose Lücken in der elektrischen Oberleitung noch mit Hilfe eines Dieselmotors überbrückt werden mussten, haben die modernen Oberleitungstrambusse zusätzlich einen rein elektrischen Reserveantrieb über Batterien. Mit dieser innovativen Antriebstechnik können in Zukunft problemlos kurze Strecken ohne Kontakt zur Oberleitung überbrückt werden. So werden die Fahrzeuge deutlich flexibler.

Die elektrische Traktionsausrüstung wird von Vossloh-Kiepe geliefert. Zwei wartungsfreie, zentral angeordnete Asynchronmotoren für die zweite und dritte Achse treiben die Doppelgelenk-Oberleitungstrambusse an. Die Batterie für den Reserveantrieb wird beim Fahren über den Kontakt mit der elektrischen Oberleitung und/oder durch die Rückspeisung von Bremsenergie geladen.

Der Exqui.City kombiniert die Flexibilität eines Busses mit der Effizienz einer Straßenbahn. Die Trambusse haben ein futuristisches Design und bieten ein hohes Niveau an Komfort: Klimaanlage, niedriger Lautstärkepegel und angenehme Beleuchtung. Dabei bieten sie eine optimale Zugänglichkeit mit niedrigen Eingängen und einen schnellen Einstieg.

Quelle: Van Hool

• Auf epilog.de am 14. November 2015 veröffentlicht