DaseinsvorsorgeEnergieversorgung

Die größte Offshore-Windkraftanlage der Welt

tvi.ticker • 12. April 2012

Am 19. März 2012 hat Alstom die größte Offshore-Windkraftanlage der Welt in Carnet im Departement Loire-Atlantique in Betrieb genommen. Die 6 MW-Windkraftanlage Haliade 150 wurde im Rahmen einer Ausschreibung der französischen Regierung vom Juli 2011 entwickelt mit dem Ziel, bis 2015 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 3 GW vor der französischen Küste zu installieren. Zur Vorbereitung für die Zertifizierung wird die erste Haliade 150 am Standort Carnet einer Reihe von Tests an Land unterzogen werden, bevor eine zweite Turbine im Herbst 2012 vor der belgischen Küste im Meer installiert wird. Die Vorserienproduktion ist für 2013 geplant, mit der Serienproduktion soll 2014 begonnen werden.

Offshore-Windkraftanlage bei Saint-NazaireFoto: AlstomDie größte Offshore-Windkraftanlage der Welt bei Saint-Nazaire.

Der Standort Carnet liegt in der Nähe von Saint-Nazaire am Ufer der Flussmündung. Er wurde wegen seiner geologischen Merkmale ausgewählt, die dem unterseeischen Untergrund ähneln, in dem die Windkraftanlagen letztlich installiert werden sollen. Der 25 m große Unterbau (Jacket-Bauweise) wurde auf Pfeilern installiert, die über 30 m tief in den Boden getrieben wurden. Darauf wurde dann der 75 m hohe Turm errichtet. Die Gondel schwebt in 100 m Höhe über dem Boden. Die Windkraftanlage und ihr Unterbau wiegen zusammen insgesamt 1500 t.

Um die großen Herausforderungen zu meistern, die das maritime Umfeld mit sich bringt, hat Alstom eine 6 MW-Windkraftanlage entwickelt, die einfach, robust und effizient ist, um die Wettbewerbsfähigkeit der Offshore-Windkraft zu verbessern. Diese Windkraftanlage wird ohne Getriebe per Direktantrieb funktionieren und ist mit einem Generator mit Permanentmagneten ausgestattet, um die Betriebs- und Wartungskosten zu reduzieren. Robust: Die Haliade 150 ist mit einer Technologie ausgestattet, die den Generator schützt, indem sie unerwünschte Belastung durch den Wind auf sichere Weise an den Turbinenturm umleitet und so die Leistung optimiert.

Quelle: Alstom

• Auf epilog.de am 15. April 2012 veröffentlicht