VerkehrEisenbahn

Bauarbeiten am Heiligenborner Eisenbahnviadukt in Waldheim (Mittelsachsen) abgeschlossen

tvi.ticker • 12. Dezember 2020

Die Deutsche Bahn (DB) hat die Erneuerung und Sanierung der denkmalgeschützten Gewölbebrücke ›Heiligenborner Viadukt‹ in Waldheim fertiggestellt. Zudem hat die DB die beiden Gleise der Strecke Riesa—Chemnitz zwischen Waldheim und Mittweida erfolgreich wieder in Betrieb genommen.

Heiligenborner Eisenbahnviadukt in Waldheim (Mittelsachsen)Foto: Deutsche Bahn/Elke Hering

Seit Oktober 2019 liefen die Bauarbeiten an dem 1852 erbauten, 170 m langen und 40 m hohen Viadukt. Dabei wurde auf die Brückenkrone eine neue Fahrbahnwanne aufgesetzt und auch das Mauerwerk wurde vollständig saniert. Begleitend hat die DB die Oberleitungen erneuert, neue Gleise verlegt und die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert.

Die DB hat unter anderem 28 150 m Kabel in der Außenanlage, 34 500 m Schaltdraht, 23 Relaisgruppen und 851 Relais eingebaut und rund 7000 m Kabeltrog errichtet.

Für den Bereich Natur- und Landschaftsschutz hat die DB zum Schutz von geschützten Arten (Zauneidechsen etc.) aufwändige Ersatzhabitate gebaut. Im nächsten Jahr finden zudem umfassende Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen statt.

Restarbeiten, wie Gerüstbauarbeiten (Rückbau), die Wiederherstellung benutzter Baueinrichtungsflächen, die Entsorgung von Abraum, die Herstellung des inneren Zugangs zur Brücke sowie der äußere Anschluss der Entwässerung erfolgen ebenfalls im Jahr 2021.

Quelle: Deutsche Bahn

Buchtipp:
Die großartige Entwicklung von Berlin und seinen Vororten ab 1870 hat an den Verkehr auf den Eisenbahnen, besonders an den Verkehr zwischen den Vororten und der inneren Stadt Berlins, Anforderungen gestellt, denen nur durch besondere Anlagen und durch eine besondere Betriebsweise genügt werden konnte. Von dem Aufschwung erhält man ein Bild, wenn man die Entwicklung der Potsdamer Bahn verfolgt. Auf den vorhandenen zwei Gleisen, der sogenannten Stammbahn, ließen sich die drei Verkehrsarten, der Fernverkehr, Güter- und Vorortverkehr, nicht mehr in voller Regelmäßigkeit bewältigen und es musste zur gründlichen Abhilfe der auftretenden Schwierigkeiten die Strecke Berlin – Potsdam viergleisig ausgebaut werden. Die dadurch entstandene neue Vorortbahn, welche am 1. Oktober 1891 eröffnet wurde, hat zum Unterschied von der alten Potsdamer Bahn die Bezeichnung ›Wannseebahn‹ erhalten.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 104 Seiten | ISBN: 978-3-695-14284-2

• Auf epilog.de am 14. Dezember 2020 veröffentlicht

Reklame