Berlin-Potsdamer Eisenbahn

100 Jahre Eisenbahn Berlin-Potsdam

Reichsbahn-Werbeamt • 1938

Voraussichtliche Lesezeit rund 15 Minuten.
100 Jahre Eisenbahn Berlin-Potsdam

Bis in die letzten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts lassen sich die Anfänge des Eisenbahnwesens zurückverfolgen. In dieser Zeit des Werdens steht aber kein Datum fest. Alle Länder, die das Jubiläum ihrer ersten Eisenbahn zu feiern wünschten, haben daher den Tag ausgewählt, an dem zum ersten Mal das Publikum die Fahrzeuge benutzen durfte. Dieser Tag ist für Preußen der 21. September 1838. Damals wurde das erste Teilstück der Berlin-Potsdamer Eisenbahn dem Verkehr übergeben.

Die Vorgeschichte des Baues ist lang. Nach den siegreichen Befreiungskriegen blühte Preußen schnell wieder auf. Der Wirtschaftsaufschwung erforderte leistungsfähige Verkehrsmittel. Daher wurden auch die Posten auf den verbesserten Straßen vermehrt. Sie genügten aber nach dem Urteil weitvorausschauender Männer dem immer stärker werdenden Verkehr nicht, und der Gedanke der Schienenbahnen trat immer mehr in den Vordergrund. In Deutschland griffen besonders der Westphale Harkort und der Württemberger Friedrich List die Idee der Eisenbahnen auf. Sie wurden nicht müde, die Öffentlichkeit für das neue Verkehrsmittel zu begeistern; ihre Aufgabe wurde ihnen erleichtert, als die Vorteile der 1830 eröffneten Eisenbahn zwischen Manchester und Liverpool bekanntwurden.

Das Verdienst, die erste deutsche Eisenbahnverbindung geschaffen zu haben, gebührt Bayern mit der Strecke Nürnberg–Fürth, der nach drei Jahren die erste preußische Bahn von Berlin nach Potsdam folgte. Von drei Männern, die einzeln ihre Pläne dem damaligen Handelsminister, Rother vorlegten, schieden Dr. Stubbe und James Schumann bald wieder aus dem Wettbewerb aus.

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Die großartige Entwicklung von Berlin und seinen Vororten ab 1870 hat an den Verkehr auf den Eisenbahnen, besonders an den Verkehr zwischen den Vororten und der inneren Stadt Berlins, Anforderungen gestellt, denen nur durch besondere Anlagen und durch eine besondere Betriebsweise genügt werden konnte. Von dem Aufschwung erhält man ein Bild, wenn man die Entwicklung der Potsdamer Bahn verfolgt. Auf den vorhandenen zwei Gleisen, der sogenannten Stammbahn, ließen sich die drei Verkehrsarten, der Fernverkehr, Güter- und Vorortverkehr, nicht mehr in voller Regelmäßigkeit bewältigen und es musste zur gründlichen Abhilfe der auftretenden Schwierigkeiten die Strecke Berlin – Potsdam viergleisig ausgebaut werden. Die dadurch entstandene neue Vorortbahn, welche am 1. Oktober 1891 eröffnet wurde, hat zum Unterschied von der alten Potsdamer Bahn die Bezeichnung ›Wannseebahn‹ erhalten.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 104 Seiten | ISBN: 978-3-695-14284-2

• Auf epilog.de am 18. März 2004 veröffentlicht

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