Forschung & TechnikTechnik

Die Wunder des Alltags

Von Hans Dominik

Die Woche • 22.1.1910

Voraussichtliche Lesezeit rund 6 Minuten.

Jeder Tag beinahe bringt uns auf technischem Gebiet irgendwelche Neuerungen; irgendwelche Fortschritte. Im Einzelnen ist die Veränderung häufig so gering, dass wir sie kaum merken. Aber im Laufe der Zeit addieren sich die Veränderungen ganz gewaltig. Überblicken wir nur den Zeitraum der letzten dreißig Jahre, eine Spanne, die doch die meisten der heute im Erwerbsleben Stehenden bereits mit Verständnis durchlebt haben, so finden wir eine tief einschneidende Umgestaltung des Lebens und aller Lebensbedingungen.

Im Jahr 1880 kannte man noch kein Gasglühlicht. Auch in den Straßen Berlins, abgesehen von den sehr wenigen Punkten, an denen elektrisches Bogenlicht vorgesehen war, brannten die recht trübseligen Gasschnittbrenner. Das Straßenpflaster war zum größten Teil von einer herz- und stiefelzerreißenden Beschaffenheit. Asphalt lag erst an einigen sehr wenigen Punkten. Die paar Straßen, die es hatten, wurden als Wunder angestaunt. Schon das glatte Wiener Kopfsteinpflaster, auf dem die Fuhrwerke ganz gehörig rasselten, galt als guter Straßenbelag, während in den Nebenstraßen ein regelloses Pflaster vierter Güte sich ausbreitete.

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• Auf epilog.de am 3. Juni 2021 veröffentlicht

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