Berliner Verkehr

Golda-Meir-Steg in Berlin eingehoben

tvi.ticker • 19. November 2020

Ein 800-Tonnen-Raupenkran hob den neuen Golda-Meir-Steg über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal ein. Die 78 m lange Fuß- und Radwegbrücke ist nach der ehemaligen israelischen Ministerpräsidentin benannt.

Golda-Meir-StegFoto: Liebherr

Gebaut wurde die Stahlbrücke in Deggendorf und musste mit einem Binnenschiff 1600 km Wasserstraße befahren, um den schiffbaren Weg von Bayern nach Berlin zu bewältigen. Pünktlich am 22. Oktober 2020 konnte der riesige Raupenkran LR 1800-1.0 den neuen Steg aus dem Schiff heben. Dann wurde er mit Seil- und Menschenkraft in die vorbestimmte Lage gedreht und vom Kran feinfühlig abgesetzt.

Eine Herausforderung für das MaxiKraft-Team war, dass auf der Baustelle nur wenig Platz für den Kran und seine Ausrüstung zur Verfügung stand. Daher mussten die einzelnen Komponenten genau in der Reihenfolge angeliefert werden, wie sie für das Rüsten des Kranes benötigt wurden.

Eine weitere Erschwernis war, dass der Raupenkran zehn Meter vom ursprünglich geplanten Standort zurückgesetzt werden musste, um die Pfahlgründungen der Uferbefestigung und des Widerlagers der Brücke nicht zu beschädigen oder gar zu verschieben. Das bedeutete eine zehn Meter größere Ausladung bei der Montage der 195 t schweren Brücke: 48 m anstelle der ursprünglich kalkulierten 38 m.

Quelle: Liebherr

• Auf epilog.de am 21. November 2020 veröffentlicht