Straßenbahnen in Berlin

Elektrischer Betrieb der
Berliner Straßenbannen

Das Neue Universum • 1905

Voraussichtliche Lesezeit rund 10 Minuten.

Die Große Berliner Straßenbahn ist von dem früheren Pferdebetrieb verhältnismäßig spät zum elektrischen übergegangen. Verschiedene andere Hauptstädte in und außerhalb Deutschlands, ganz abgesehen von den weit vorgeschrittenen Vereinigten Staaten, waren ihr darin bereits vorausgegangen. Aber die Aufgabe, ein so großes Netz mit so dichtem Betrieb – Berlin hatte bei weitem das stärkste Straßenbahnnetz unter allen europäischen Städten – elektrisch einzurichten, war auch keineswegs leicht. Alle in Europa verwendeten Systeme schienen sich für Berlin nicht zu eignen, und das einfachste, das amerikanische Oberleitungssystem, wollte man in der Residenz- und Reichshauptstadt aus ästhetischen Gründen nicht haben. So begannen denn auf den Linien der ›Großen Berliner‹ erst nach fünfundzwanzigjährigem Bestehen, im Jahr 1896 die Versuche mit Elektrizität. Die Gesellschaft, die aus kleinen Anfängen zur Zeit der Beendigung des französischen Krieges hervorgegangen war, hatte jetzt ein größtenteils zweigleisiges Netz von 280 km Ausdehnung, über 1000 Wagen, fast 6000 Pferde, sie beförderte gegen 140 Millionen Fahrgäste im Jahr und hatte bei 21 Mill. Mark Aktienkapital über 15 Mill. Mark Einnahmen.

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• Auf epilog.de am 13. März 2026 veröffentlicht

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