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Bonner Hauptbahnhof

Modernisierung des Hallendachs abgeschlossen

tvi.ticker • 12. März 2021

Hallendach Hauptbahnhof BonnFoto: Deutsche Bahn

Zum Fahrplanwechsel hat die Deutsche Bahn im Dezember 2020 die aufwendigen Modernisierungsarbeiten am Dach des Bonner Hauptbahnhofs erfolgreich beendet. Das Ergebnis ist eine herausragende Verknüpfung von alt und neu: Die DB hat die originalen, denkmalgeschützten Stahlelemente des historischen Hallendaches ausgebaut und mit modernster Technik restauriert oder erneuert.

Rund drei Jahre lang haben Fachleute der Deutschen Bahn, meist unbeachtet, hoch über den Köpfen der Reisenden gearbeitet. Auf der Montagebühne in der Bahnhofshalle haben sie die einzelnen Dachelemente fachgerecht abgebaut. Zwei Kräne haben die 290 Einzelteile des Dachs mit einem Gesamtgewicht von 115 t verladen. Die Einzelteile, zwischen 30 cm und 10 m groß, sind in dem Werk einer Stahlbaufirma minuziös und nach den Vorgaben des Tragwerkplaners und Prüfstatikers restauriert bzw. nachgefertigt worden. Nach der Erneuerung haben die Experten die einzelnen Teile vor Ort wieder eingebaut. Dabei wurden rund 1400 Nietverbindungen gelöst. Insgesamt ist so eine Fläche von rund 5500 m² aufwendig erneuert worden. In diesem Zusammenhang hat die DB auch die 45 Dachstützen mit den Einzelfundamenten modernisiert.

Während der Bauarbeiten hatte die große Montagebühne den freien Blick auf das vollständig erneuerte Dach verdeckt. Sechs Mal musste die Bühne seit 2016 verschoben werden, um die Arbeiten im nächsten Bauabschnitt wie geplant umsetzen zu können. Der Verschub der 100 t schweren Bühne war jedes Mal Millimeterarbeit. Mitte November ist die Bühne dann endgültig zurückgebaut worden.

Quelle: Deutsche Bahn

Buchtipp:
Die großartige Entwicklung von Berlin und seinen Vororten ab 1870 hat an den Verkehr auf den Eisenbahnen, besonders an den Verkehr zwischen den Vororten und der inneren Stadt Berlins, Anforderungen gestellt, denen nur durch besondere Anlagen und durch eine besondere Betriebsweise genügt werden konnte. Von dem Aufschwung erhält man ein Bild, wenn man die Entwicklung der Potsdamer Bahn verfolgt. Auf den vorhandenen zwei Gleisen, der sogenannten Stammbahn, ließen sich die drei Verkehrsarten, der Fernverkehr, Güter- und Vorortverkehr, nicht mehr in voller Regelmäßigkeit bewältigen und es musste zur gründlichen Abhilfe der auftretenden Schwierigkeiten die Strecke Berlin – Potsdam viergleisig ausgebaut werden. Die dadurch entstandene neue Vorortbahn, welche am 1. Oktober 1891 eröffnet wurde, hat zum Unterschied von der alten Potsdamer Bahn die Bezeichnung ›Wannseebahn‹ erhalten.
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• Auf epilog.de am 15. März 2021 veröffentlicht

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