Forschung & TechnikWissenschaft

Berlin

Historische Funde in der Altstadt Köpenick

tvi.ticker • 28. April 2017

In der Altstadt Köpenick wurden archäologische Grabungen auf den Grundstücken Grünstraße 6, 7 und 8 durchgeführt. In Vorbereitung der Neubebauung der Grundstücke fanden begleitet durch das Landesdenkmalamt archäologische Bodenuntersuchungen der Firma Altum, einer Fachfirma für Archäologie und Denkmalpflege aus Berlin statt.

Archäologische GrabungenFoto: BA Treptow-Köpenick

Auf der Untersuchungsfläche wurden zuoberst die Fundamente der Vorgängerbebauung freigelegt. Darunter fand sich ein bis zu 1,5 m starkes Schichtpaket, in dem sich z. B. Brandschichten mit mittelalterlicher Keramik – vermutlich ein abgebranntes mittelalterliches Fachwerkhaus, mehrere mittelalterliche Kellergruben, Kloaken und Pfosten befanden. Im hinteren Bereich des Grundstückes 8 konnte ein Brunnen angeschnitten werden, der vermutlich ins 19. Jahrhundert datiert.

Der Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung, Rainer Hölmer dazu: »Wie mir erläutert wurde, handelt es sich insgesamt um fundreiche Schichten und eine sehr gute Erhaltung der Befunde mitten in der Köpenicker Altstadt. Die bisherigen Entdeckungen sind für die Altstadt von höchster Bedeutung.«

Neben den mittelalterlichen und neuzeitlichen Funden wurden auch Scherben aus slawischer und urgeschichtlicher Zeit geborgen. Die eigentliche Sensation ist ein Grubenhaus, welches die Archäologen im Moment der Eisenzeit zuordnen, also ca. 600 v. Chr. Hier wurden u. a. Reste des Lehmverputzes und Holzkohleproben für eine naturwissenschaftliche Datierung sichergestellt.

Quelle: BA Treptow-Köpenick

• Auf epilog.de am 28. April 2017 veröffentlicht