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In der Pilgerbahn zur Kapelle Santa Cova

Leitner modernisiert Standseilbahn am Montserrat in Katalonien

tvi.ticker • 25. Februar 2021

Pilgerbahn zur Kapelle Santa CovaFoto: Leitner Ropeways

Das Benediktinerkloster Montserrat befindet sich im beeindruckenden gleichnamigen Bergmassiv nordwestlich von Barcelona und ist seit Jahrhunderten ein bekanntes Wallfahrtszentrum. Für einen bequemen Transport der Pilger zu den diversen Orten des Geländes wurden im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche verschiedene Verkehrsmittel in dieser Gegend errichtet. So wurde etwa 1929 neben der Zahnradbahn von Montserrat auch eine Standseilbahn gebaut, die das Kloster mit der Kapelle Santa Cova, der ›Heiligen Höhle‹, verbindet – jenem Ort, an dem laut der Überlieferung das Gnadenbild der Jungfrau von Montserrat gefunden wurde. Aufgrund der Beschädigungen durch heftige Sturzregen im Juni 2000 musste die ursprüngliche Bahn durch eine neue Anlage ersetzt werden.

2018 hat die Betreibergesellschaft der Bahn Leitner und dessen spanische Niederlassung mit der Modernisierung der Standseilbahn beauftragt. Die Untergestelle wurden in der neuen Revisionswerkstatt bei Leitner in Leinì entwickelt und gebaut, auch die Bremsen sowie die Elektrotechnik wurden ersetzt. Die Karosserie wurde von einem Partnerunternehmen in Salerno (IT) komplett erneuert und das Zugseil ausgetauscht.

Die Wagen sollten insgesamt an Gewicht verlieren, um eine höhere Transportkapazität zu erreichen. Die geforderte Kapazität von 25 Personen pro Wagen konnte schließlich sogar übertroffen werden – die zwei Wagen bieten nun Platz für jeweils 40 Passagiere. Eine der größten Herausforderungen bei diesem Projekt war der Zugang zur Bahnstrecke. Diese befindet sich an einer sehr steilen Stelle des Berges, weshalb für die Anlieferung der Wagen sowie den Austausch des Zugseils eine detaillierte technische Planung nötig war.

Die Standseilbahn überwindet in etwa drei Minuten auf einer Länge von 262 m einen Höhenunterschied von 118 m und eine maximale Steigung von 56,5 %. In der Mitte der Strecke können die zwei Wagen durch einen doppelten Gleisabschnitt aneinander vorbeifahren. Im Sommer 2020 konnte die renovierte Bahn wieder in Betrieb genommen werden.

Quelle: Leitner Ropeways

• Auf epilog.de am 3. März 2021 veröffentlicht

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