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Feierlicher Roll-out

BLS und Stadler präsentieren erstmals
den ›Flirt‹ der neusten Generation

tvi.ticker • 9. September 2020

Der erste von 58 neuen Zügen für die BLS ist fertig gebaut. Stadler und BLS haben den Zug des Typs ›Flirt‹ heute in Erlen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen des sogenannten Roll-outs wurden die neuen Züge auf den Namen ›Mika‹ getauft. Sie ersetzen drei ältere Fahrzeugtypen und stellen den geplanten Angebotsausbau auf dem Streckennetz der BLS sicher. Die Züge gehen ab 2021 schrittweise in Betrieb. Mit dem ›Flirt‹ der neusten Generation kommt erstmals das von Stadler entwickelte ETCS-Zugsicherungssystem ›Guardia‹ auf Schweizer Schienen zum Einsatz.

Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines Schienenfahrzeugs. Im Rahmen des Roll-outs wurden die Züge auf den Namen ›Mika‹ getauft. ›Mika‹ steht für moderner, innovativer, kompakter Allroundzug. Die Taufe von Zugflotten hat Tradition bei der BLS. So sind die von Stadler gebauten Doppelstocktriebzüge des Typs ›Kiss‹ als ›Mutz‹ unterwegs. Der Name für die neuen Züge wurde im Rahmen eines von der BLS öffentlich durchgeführten Wettbewerbs ausgewählt.

Flirt 2Foto: BLS

BLS und Stadler haben bei der Ausgestaltung der sechsteiligen Züge von Beginn an Kundenvertreter, ausgewählte Fahrgäste sowie Behindertenorganisationen einbezogen. Sowohl die S-Bahn- wie auch die RegioExpress-Züge verfügen über niederflurige und grosszügige Einstiegsbereiche mit Stehplatzzonen, grossen Fenstern, Ablageflächen, Steckdosen in der 1. und 2. Klasse und guten Handyempfang. Sie sind einstöckig und 105 m lang. Die RegioExpress-Züge sind mit einer Verpflegungszone ausgestattet. Die Züge für den S-Bahn-Verkehr (28 Stück) und für den RegioExpress-Verkehr (30 Stück) sind technisch identisch. Ab 2021 werden die Züge schrittweise eingesetzt. Die ersten verkehren auf der Linie Bern – Neuchâtel – La-Chaux-de-Fonds.

Die 58 Triebzüge der neusten Generation des Typs ›Flirt‹ ersetzen drei ältere Fahrzeugtypen und vereinheitlichen die BLS-Flotte. Damit werden der Betrieb, die Einsatzplanung und der regelmässige Service der Züge stark vereinfacht.

Erstmaliger Einsatz von ›Guardia‹ in der Schweiz

Bei den neuen ›Flirt‹ der BLS kommt das neue ETCS-Zugsicherungssystems ›Guardia‹ von Stadler zum Einsatz. Erstmals wird damit in der Schweiz diese Neuentwicklung in einer grösseren Serie von Triebzügen installiert. ›Guardia‹ besteht aus Hard- und Software, die im Zug installiert wird. Position, Geschwindigkeit und weitere Daten werden dem Lokführer angezeigt und an die Zentrale übermittelt. Gleichzeitig können Daten wie die Fahrerlaubnis empfangen werden. ›Guardia‹ markiert für den Schienenfahrzeughersteller aus der Ostschweiz einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

Quelle:  Stadler BLS

• Auf epilog.de am 11. September 2020 veröffentlicht