Feuilleton

Der Brand des Opernhauses in Berlin

Illustrirte Zeitung • 16.9.1843

Voraussichtliche Lesezeit rund 9 Minuten.

Es war am Freitag den 18. August 1843 bald nach 22 Uhr, an einem warmen Sommerabend, den die abnehmende Sichel des Mondes nur spärlich beleuchtete, als ganz Berlin durch einen plötzlich emporsteigenden ungeheuren Feuerschein die Nacht in Tag verwandelt sah. Ein großer Teil der Einwohner hatte sich schon zur Ruhe begeben, aber der erschreckende Schein drang so hell in die Häuser und Zimmer, dass auch diejenigen, die in einer großen massivgebauten Stadt selbst bei einem Feuer in der nächsten Straße ruhig auf ihrem Lager zu bleiben pflegen, aufsprangen und auf die Straße eilten. Die Feuersäule wirbelte Allen so nahe entgegen, dass jeder sie in den ihm gegenüberliegenden Gebäuden vermutete, doch bald erfuhr man, es sei das Opernhaus, das in vollem Brand stehe.

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Die heutige Staatsoper brannte 1843 vollkommen aus. Innerhalb von nur 16 Monaten baute der damalige Stararchitekt Langhans innerhalb der von Knobelsdorff geschaffenden Umfassungsmauern ein vollkommen neues Opernhaus, das die modernste Theatertechnik Mitte des 19. Jahrhunderts widerspiegelte.
eBook € 0,49 | eISBN: 978-3-7448-8940-7

• Auf epilog.de am 1. Oktober 2017 veröffentlicht

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