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Weltpremiere

Bombardier Transportation
präsentiert neuen Batteriezug

Standard für nachhaltige Mobilität

tvi.ticker • 12. September 2018

Emissionsfrei, energieeffizient und geräuscharm – mit diesen Merkmalen punktet der neue Batteriezug vom Typ ›Bombardier Talent 3‹, der Dieselzüge auf nicht- oder nur teilelektrifizierten Strecken ersetzen soll.

Batteriezug Talent 3Foto: Bombardier Transportation

Der neue Zug kann seine Batterien im Fahren an der Oberleitung aufladen und ist der erste seiner Art, der in den vergangenen 60 Jahren für Deutschland entwickelt wurde. Er fährt abgasfrei und setzt mit Spitzenwerten von 90 % in den Bereichen Wirkungsgrad und Recycelbarkeit die Standards für smarte Mobilität. Zudem ist er etwa um die Hälfte leiser als moderne Dieselzüge. Laut einer Vergleichsstudie der TU Dresden hat der Batterietriebzug auch bei der Gesamtkostenbetrachtung über die komplette Laufzeit von 30 Jahren deutlich die Nase vorn.

»Mit unserem neuen Batteriezug setzen wir eine echte Innovation auf die Schiene. Dieser Zug ist Bombardiers technologische Antwort auf aktuelle Herausforderungen wie Luftverschmutzung, Klimawandel und Ressourcenknappheit. Rund 40 % des deutschen Schienennetzes sind nicht elektrifiziert. Hier ist der Bombardier-Batteriezug ökonomisch und ökologisch eine attraktive Option.«

Michael Fohrer, Deutschlandchef von Bombardier Transportation

Generell ist die Perspektive für den Batteriezug positiv. Die Reichweite wächst proportional zur kontinuierlichen Leistungssteigerung neuer Batterieentwicklungen. Der aktuelle Prototyp ist mit vier ›Bombardier Mitrac‹-Traktionsbatterien ausgestattet und kann Strecken von rund 40 km zurücklegen – 2019 kann die nächste Fahrzeuggeneration des Batteriezuges schon nicht elektrifizierte Strecken bis zu 100 km befahren. Die DB startet 2019 in der Region Alb-Bodensee mit dem aktuellen Prototypen einen zwölfmonatigen Testbetrieb mit Fahrgästen.

Die Entwicklung des Batteriezuges wird im Rahmen eines Innovationsprogramms für Elektromobilität mit 4 Mill. € von der Bundesregierung gefördert. Zu den Projektpartnern zählen die DB Regio-Tochtergesellschaft DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee, die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sowie die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und die TU Berlin.

Quelle: Bombardier Transportation

Buchtipp:
Die großartige Entwicklung von Berlin und seinen Vororten ab 1870 hat an den Verkehr auf den Eisenbahnen, besonders an den Verkehr zwischen den Vororten und der inneren Stadt Berlins, Anforderungen gestellt, denen nur durch besondere Anlagen und durch eine besondere Betriebsweise genügt werden konnte. Von dem Aufschwung erhält man ein Bild, wenn man die Entwicklung der Potsdamer Bahn verfolgt. Auf den vorhandenen zwei Gleisen, der sogenannten Stammbahn, ließen sich die drei Verkehrsarten, der Fernverkehr, Güter- und Vorortverkehr, nicht mehr in voller Regelmäßigkeit bewältigen und es musste zur gründlichen Abhilfe der auftretenden Schwierigkeiten die Strecke Berlin – Potsdam viergleisig ausgebaut werden. Die dadurch entstandene neue Vorortbahn, welche am 1. Oktober 1891 eröffnet wurde, hat zum Unterschied von der alten Potsdamer Bahn die Bezeichnung ›Wannseebahn‹ erhalten.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 104 Seiten | ISBN: 978-3-695-14284-2

• Auf epilog.de am 14. September 2018 veröffentlicht

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