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Benutzung flüssiger Kohlensäure zum Betrieb von Dampffeuerspritzen

Polytechnisches Journal • 1883

Bekanntlich steht der allgemeineren Verwendung von Dampffeuerspritzen der Umstand im Wege, dass dieselben nicht in jedem Augenblicke betriebsfähig sind, vielmehr unter Umständen mehrere Minuten verstreichen, ehe die genügende Dampfspannung erreicht ist. Um diesem Übelstand abzuhelfen, schlägt Branddirektor Witte in Berlin vor, jeder Dampfspritze in einem entsprechenden Behälter eine genügende Menge flüssiger Kohlensäure mitzugeben, welche alsdann im geeigneten Augenblicke durch ein mit Rückschlagventil versehenes Rohr in den Dampfraum des Kessels eingelassen wird und vorläufig zum Betrieb der Maschine dient. Das Anheizen und die Dampfentwickelung gehen hierbei in der gewöhnlichen Weise vor sich. Es muss ausreichend Kohlensäure vorhanden sein, um die Maschine im Gang zu erhalten, bis genügend Dampf erzeugt ist. Die Kohlensäure gelangt auf diese Weise angewärmt in den Zylinder, was von Wichtigkeit ist, da sonst die Ausblaserohre der Maschine unfehlbar zufrieren würden.

• Auf epilog.de am 1. November 2021 veröffentlicht