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Baustart für Modernisierung des Karawankentunnels

tvi.ticker • 18. September 2020

Arbeiter im KarawankentunnelFoto: ÖBB/Jörg

Seit 7. September 2020 laufen die Modernisierungsarbeiten am slowenisch-österreichischen Karawankentunnel. 1906 wurde der knapp 8 km lange Bahntunnel erstmals in Betrieb genommen. Um die Strecke auf einen modernen Sicherheitsstand zu bringen, wird der Tunnel bis September 2021 umfassend saniert und aufgerüstet. Österreich und Slowenien arbeiten dabei Hand in Hand. Die ÖBB investieren dazu rund 73 Mill. €.

Damit der Bahntunnel künftig moderne Sicherheitsstandards erfüllen kann, ist ein größerer Tunnelquerschnitt pro Gleis notwendig, als das vergleichsweise vor 115 Jahren der Fall war – etwa für Rettungswege, Brandschutzmaßnahmen und Kommunikationssysteme. Aus diesem Grund wird der Karawankentunnel zu einem modernen, eingleisigen Bahntunnel umgebaut, der trotz dessen deutlich leistungsfähiger wird. Der modernisierte Bahntunnel erlaubt höhere Geschwindigkeiten (bis zu 120 km/h) und aufgrund moderner Leit- und Sicherungstechnologie auch dichtere Taktungen.

Die Arbeiten im Detail

Der Bahntunnel erhält einen durchgängigen Rettungsweg, neue Brandschutzanlagen und ein ausfallsicheres Kommunikationssystem. Darüber hinaus wird eine neue Deckenstromschiene installiert. Zusätzlich werden das Tunnelgewölbe und die denkmalgeschützten Portalbauwerke saniert sowie eine zeitgemäße Entwässerung eingebaut. Auch an den Streckenabschnitten zu den Portalen finden umfangreiche Modernisierungsarbeiten statt.

Daten & Fakten

  • Teil der Verkehrsachse München – Salzburg – Ljubljana – Thessaloniki
  • 7975 m Länge
  • Verbesserung der Tunnelsicherheit
  • Teil des EU-Güterverkehrskorridors
  • Mehr Effizienz im Betrieb
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
  • Höhere Geschwindigkeit

Quelle: ÖBB

• Auf epilog.de am 19. September 2020 veröffentlicht