Forschung & Technik – Erfindungen & Patente
Kokskarren für Gasfabriken
Das Neue Universum • 1895
Das Wegschaffen glühender Schlacken, Asche und Koks aus Feuerungsanlagen, Schmelzöfen, Gasretorten usw. erfordert besondere Karren, die stark und feuerfest sein müssen und ein bequemes Entleeren gestatten.
Ein neuer Kokskarren für Gasfabriken.
Das Bild zeigt einen derartigen Karren, der insbesondere zum Transport des aus den Retorten gezogenen Koks bestimmt und für diese Arbeitsausführung sehr zweckmäßig eingerichtet ist.
Es kommt häufig vor, besonders bei Öfen mit sieben Retorten, dass die unteren Retorten so nahe an der Sohle des Ausziehraumes liegen, dass der Arbeiter den Koks nicht direkt aus der Retorte in den für diesen Transport gewöhnlich benutzten Kasten bringen kann, sondern ihn erst auf den Boden werfen muss, um nachher denselben mit der Schaufel in den Kasten zu befördern. Bei dem glühenden Zustand dieser schädliche Dämpfe abgebenden Masse ist diese Arbeit sehr unangenehm. Der hier abgebildete Karren soll diesen Übelstand beseitigen, indem derselbe so niedrig ist, dass er selbst unter die am tiefsten gelegenen Retorten gebracht werden kann.
Die Tragbäume des Karrens sind nicht fest, wie dies gewöhnlich der in der Schwebe befindet und erst durch einen Zug Fall ist, sondern sie sind um die Räderachse drehbar und heben sich empor, während der von ihnen getragene Kasten sich herabsenkt und auf den Boden aufstellt. Auf diese Weise kommt der Rand des Kastens unter die zu leerende Retorte und das Ausziehen des Koks kann mit der größten Bequemlichkeit stattfinden. Wie aus den oberhalb des Bildes befindlichen kleinen Abbildungen des Karrens ersichtlich ist, kann der Kasten behufs der Entleerung auch bequem umgestürzt werden. Zu dem Zweck ist der Kasten an einer über seinem Schwerpunkt befindlichen Achse aufgehängt, so dass er sich an der mit seinem Boden verbundenen Kette sich umkehrt und somit entleert, worauf er beim Loslassen der Kette wieder in seine gewöhnliche Stellung von selbst zurückkehrt.