VerkehrSchifffahrt

Die ›Peking‹ kehrt zurück nach Hamburg

tvi.ticker • 10. September 2020

Traditionssegler PekingFoto: Hafen Hamburg/Catharina PapeDer Traditionssegler ›Peking‹ vor der Elbphilharmonie in Hamburg.

Nach 88 Jahren kehrte die historische Viermastbark ›Peking‹ in ihren Heimathafen zurück. Am 9. September 2020 verließ der einstige Frachtsegler in einem Schlepperverband die Peters Werft in Wewelsfleth, wo sie im Auftrag der Stiftung Hamburg Maritim (SHM) erfolgreich restauriert wurde. An ihrem Interimsliegeplatz am Bremerkai wird die ›Peking‹ in den nächsten Monaten zum Leitobjekt des zukünftigen Deutschen Hafenmuseums durch die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) ausgebaut.

Vom Stapel gelassen wurde die Viermast-Stahlbark 1911 in Hamburg bei Blohm + Voss. Die ›Peking‹ gehört zu den sogenannten ›Flying P-Linern‹ der Hamburger Traditionsreederei F. Laeisz, die weltweit für ihre Sicherheit und Geschwindigkeit bekannt waren. Zusammen mit ihren acht Schwesterschiffen wurde die ›Peking‹ hauptsächlich im Salpeter-Handel mit Südamerika eingesetzt und umrundete so ganze 34 Mal das legendäre Kap Hoorn. Nach einem Umbau 1932 wurde die ›Peking‹ einige Zeit unter dem Namen ›Arethusa‹ als Internatsschiff eingesetzt. 1974 wurde der Frachtsegler vom South Seaport Museum in New York gekauft, wo sie über 40 Jahre als Museumsschiff diente, bevor sie 2015 von der Stiftung Hamburg Maritim übernommen wurde.

Ab Sommer 2021 soll die ›Peking‹ für Besucherinnen und Besucher als neues Highlight des Deutschen Hafenmuseums zugänglich sein, dessen Eröffnung für 2025 in Hamburg geplant ist.

Daten zum Schiff:

  • Länge über alles: 115 m
  • Breite: 14,40 m
  • Tiefgang: max. 7,24 m
  • Takelagetyp: Viermastbark
  • Masthöhe: 62 m (über Kiel); 51 m (über Deck); 54 m (über Wasserlinie)
  • Segelfläche: 4100 m²
  • Geschwindigkeit: 17 kn (rd. 31 km/h)
  • Besatzung: 31 Mann und 43 Seeoffiziersanwärter
  • Indienststellung: 16. Mai 1911
  • Heimathafen: Hamburg
  • Bauwerft: Blohm + Voss

Quelle:  Hafen Hamburg

• Auf epilog.de am 11. September 2020 veröffentlicht