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Automatische Postbeförderung auf amerikanischen Eisenbahnen

Der Stein der Weisen • 1891

Automatische Postbeförderung auf amerikanischen Eisenbahnen

In keinem Land der Welt werden so viele Einrichtungen und Vorkehrungen, welche den Menschen vor Zeitverlust und gewissen Arbeitsleistungen bewahren, ersonnen, wie in Amerika. Dass in so ausgedehnten Gebieten, wie sie die nordamerikanische Union aufweist, in allen Verkehrseinrichtungen das Prinzip der Zeitersparnis hochgehalten wird, ist ohne weiteres verständlich. Die Zahl der diesem Prinzip dienstbar gemachten Vorkehrungen ist eine sehr ansehnliche. Neuerdings ist eine sehr sinnreiche Einrichtung geschaffen worden, welche die Aufnahme und Abgabe von Postpaketen durch den Zug auch in jenen Stationen zu vermitteln hat, in welchen derselbe keinen Aufenthalt nimmt. Die hier befindliche Illustration, welche diese Einrichtung vorführt, bedarf nur weniger erklärender Worte. Wir erblicken unter dem Postwagen die zylindrische, nach vorne offene Kammer, welche die Postpakete der Station aufnimmt; wir gewahren ferner die vom Zug abzuliefernden Pakete an dem ausgespreizten Gestell an Haken hängen, von welchen sie durch eine Art Fangarm abgestreift werden, um in eine Vertiefung neben dem Gleis zu fallen.

Buchtipp:
Am 15. Juni 1880 wurde das neue Empfangsgebäude der Berlin-Anhalter Eisenbahn am Askanischer Platz dem Verkehr übergeben. Doch die Eröffnung des imposanten Bauwerks von Franz Schwechten war nur eine Etappe des 1871 begonnenen Umbaus des Anhalter Bahnhof in Berlin. Auf einer Länge von 5 km wurden neben dem Personenbahnhof ein Güterbahnhof, Werkstätten, Aufstell- und Verschiebegleise und viele weitere Anlagen neu errichtet. In zeitgenössischen Originaltexten werden die Anfänge der Berlin-Anhalter Eisenbahn, der Umbau des Bahnhofs und die Architektur der Gebäude geschildert. Zahlreiche Fotos und Zeichnungen illustrieren dieses Zeitdokument der Berliner Verkehrs- und Architekturgeschichte.
  PDF-Leseprobe € 14,90 | 98 Seiten | ISBN: 978-3-7431-9651-3

• Auf epilog.de am 2. März 2021 veröffentlicht

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