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Europas größtes Brennstoffzellen-Busprojekt in Köln gestartet

140 Busse in neun Städten, sieben H2-Bustankstellen

tvi.ticker • 26. Januar 2017

Am 24. und 25. Januar 2017 fand im Mediapark in Köln die Kickoff-Veranstaltung zum bislang größten EU-Gemeinschaftsprojekt im Bereich Brennstoffzellenbusse statt. Im Rahmen des Projekts ›Jive‹ (Joint Initiative for hydrogen Vehicles across Europe) sollen ab 2018 rund 140 Fahrzeuge beschafft werden. Im Rahmen des Projekt ›Mehrlin‹ (Models for Economic Hydrogen Refuelling Infrastructure) wird der Bau von sieben Wasserstofftankstellen für Busse gefördert.

Die Größenordnung der Projekte wird es europäischen Busherstellern ermöglichen, ihre Produktionskapazitäten zu erhöhen und Skaleneffekte zu erzielen, die erforderlich sind, damit Brennstoffzellenbusse mit anderen Nullemissionskonzepten des öffentlichen Verkehrs preislich konkurrieren können. Ebenso wird das Projekt zeigen, wie Wasserstoff-Tankstellen mit großen täglichen Bedarfen wirtschaftlich umsetzbar sind, was den Betreibern und Anlagenherstellern wertvolle Erkenntnisse liefert und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Brennstoffzellenbusse im ÖPNV demonstriert.

Das Jive-Projekt basiert auf der Zusammenarbeit von ÖPNV-Verkehrsunternehmen, die gemeinsam die Busse und Tankstellen von europäischen Lieferanten beziehen möchten. Die Busse sollen in fünf europäischen Ländern in folgenden Städten und Regionen eingesetzt werden: Region Köln, Wuppertal und Rhein-Main-Gebiet in Deutschland, London, Birmingham, Dundee und Aberdeen im Vereinigten Königreich, Südtirol in Italien, Riga in Lettland und Slagelse in Dänemark.

Das Mehrlin-Projekt soll ein neues, nachfrageorientiertes kommerzielles Modell für den Einsatz von Wasserstofftankstellen demonstrieren. Das Projekt beinhaltet eine Studie über den realen Betrieb von Großwasserstofftankstellen an sieben verschiedenen Standorten: in Deutschland (Hürth, Wermelskirchen und Wuppertal), Italien (Bruneck / Brunico), den Niederlanden (Oude Tongue - Süd Rotterdam) und Großbritannien (London und Birmingham). Alle Stationen befinden sich auf den europäischen TEN-T-Kernnetzkorridoren. Die Studien konzentrieren sich auf die Finanzierung von Stationen sowie auf technische, ökologische, ökonomische und regulatorische Aspekte von Wasserstofftankstellen.

Quelle: Regionalverkehr Köln GmbH

• Auf epilog.de am 28. Januar 2017 veröffentlicht

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