Forschung & Technik – Neues und Bewährtes
Salonorgel
von Gebr. Terletzki in Elbing
Illustrirte Zeitung • 1.3.1873
Die Freude an der Musik hat bereits die Einführung der Orgel in das Privathaus möglich gemacht, und unter dem Namen Salonorgel findet sich das früher fast ausschließlich für die Kirche benutzte Musikinstrument schon vielfach in Familien. Die Abbildung zeigt eine solche Orgel aus der Fabrik der Gebr. Terletzki in Elbing, welche sich in ihrer Ausstattung und Anordnung möglichst dem Anspruch, der an ein Möbel zu machen ist, fügt und dabei von technischer Seite alle Bedingungen erfüllt, welche durch ihre Bestimmung entstehen. Sie hat vorzüglichen Klang im Ensemble der Register, eine außerordentliche dem Klavier völlig gleichstehende, also bisher unerreichte Leichtigkeit des Anschlags und große Bequemlichkeit im Pedal. Es sind also alle Eigenschaften vorhanden, welche nicht allein den Orgelspieler von Fach befriedigen, sondern auch dem Liebhaber und Dilettanten erwünscht sind. Viele von diesen Instrumenten sind in den letzten Jahren nach Norddeutschland und Amerika verkauft worden und erfreuen sich die Gebr. Terletzki der Anerkennung der Käufer ihrer Fabrikate.