Bau & ArchitekturTunnel

Die Eröffnung des Themse-Tunnels

Illustrirte Zeitung • 1.7.1843

Voraussichtliche Lesezeit rund 13 Minuten.
Medaille des TunnelbauvereinsMedaille des Tunnelbauvereins auf Sir I. Brunel, mit einem Tunnelgräber als Schildhalter.

Hätte der menschliche Scharfsinn aus den ›sieben‹ Wundern der Welt nicht längst siebenhundert gemacht, so würde der Themse-Tunnel jedenfalls für das achte Weltwunder gelten. Dieses kühne Unternehmen, zwischen den Ufern eines breiten und tiefen Flusses, ohne alle Behinderung der Beschiffung, eine Verbindung herzustellen, war und bleibt wahrscheinlich viele Jahrhunderte unvergleichlich. Wann und wo lässt sich wieder ein solches Zusammentreffen erwarten von physischer und kommerzieller Notwendigkeit, von Hilfsmitteln an Geld und Wissenschaft, von begründeter Aussicht auf Ertrag und von der nötigen Kühnheit und Kraft zur Entwerfung und Ausführung eines Werkes der Art? Auch blickte die ganze Welt fortwährend mit ungeschwächter Teilnahme auf den Fortschritt des Tunnelbaus. Als Miss Pardoe 1836 die Türkei bereiste, erkundigte sich ein albanesischer Häuptling danach und in Ägypten, wo sich ein neues Land wie ein Phönix erhebt, gehörte die Erbauung des Themse-Tunnels zu den Gegenständen der volkstümlichen Erzählung. Das Riesenwerk ist jetzt vollendet; am 25. März 1843 wohnten Tausende von staunenden Zuschauern seiner Eröffnung bei.

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• Auf epilog.de am 18. August 2016 veröffentlicht

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