VerkehrEisenbahn

Neue Erfindungen und Kulturfortschritte

Zwei lebenhütende Verbesserungen
im Eisenbahnwesen

Von Max Wirth

Über Land und Meer • August 1878

Voraussichtliche Lesezeit rund 16 Minuten.

An den Fahrzeugen der österreichischen Kaiser-Ferdinand-Nordbahn werden eben zwei neue Apparate angebracht, welche geeignet sind, die Gefahren bedeutend zu verringern, denen Passagiere und Verwaltungspersonal bei den Eisenbahnen ausgesetzt sind. Wir meinen eine neue Bremsvorrichtung und eine Seitenkuppelung, welche, nach den seit einem Jahr angestellten Proben, als vollkommen bewährt zu betrachten sind. Die beiden Verbesserungen zeichnen sich sowohl durch sachgemäße Originalität des Gedankens wie durch äußerste Einfachheit aus. Da ich vor einiger Zeit einer Spezialprobe der Apparate an einem Separat­zug der Nordbahn bei Floris­dorf beigewohnt, so will ich versuchen, dem Leser eine Vorstellung dieser Vorkehrungen zu geben, soweit dies auf diesem Weg möglich ist. Wir sprechen zunächst von der Bremse.

Von der Einführung der Eisenbahnen an hat man sich überall der sogenannten Spindel­schraube bedient, welche bekanntlich aus einer eisernen Schraube besteht, durch deren Umdrehung der Bremsklotz an das Wagenrad angedrückt oder entfernt wird. Zur Handhabung dieser Vorkehrung ist für jede Bremse ein Mann erforderlich, welcher mit aller Kraft die Kurbel zu- und wieder aufdrehen muss. Dieser ursprüngliche Apparat hat wesentliche Mängel:

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• Auf epilog.de am 6. März 2026 veröffentlicht

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