Bau & Architektur – Brücken
Die größte Eisenbahnbrücke in Europa
Der Stein der Weisen • 1897
Die am 25. September 1895 unter großen Feierlichkeiten eröffnete Eisenbahnbrücke über die Donau bei Cernavodă gehört zu den hervorragendsten technischen Leistungen dieser Art auf der ganzen Erde und darf wohl die größte Eisenbahnbrücke in Europa genannt werden, vornehmlich bezüglich ihrer Länge. Die bisher bestandenen längsten Bahnbrücken sind: Tay-Brücke (3300 m), Mississippi-Brücke bei Memphis (3260 m), Forth-Brücke (2394 m), Morody-Brücke (1470 m), Wolga-Brücke bei Sysran (1438 m) usw.
Die neue Eisenbahnbrücke über die Donau bei Cernavodă.
Die Eisenbahnstrecke, in welcher die Cernavodă-Brücke liegt, läuft auf 15 km Länge quer durch das Inundationsgebiet der Donau und hat die Brücke über den Borcea-Arm drei Öffnungen zu 140 m und elf Flutöffnungen zu 50 m Weite; auf der Balta-Insel sind 34 Öffnungen zu 43 m Weite; endlich über die Donau selbst 15 Öffnungen zu 61 m, vier Öffnungen zu 140 m und die größte zu 190 m. Dies ergibt eine Gesamtlänge von 4097 m, nur die Öffnungen, nicht aber die dazwischenliegenden Pfeiler gerechnet. Die lichte Höhe von der Brückenunterkante bis zum Wasserspiegel (+ 11 m Pegel Cernavodă) beträgt 32 m, so dass Dreimaster bequem passieren können. Die Caissonierung der Brückenpfeiler im Strome reicht bis 35 m unter dem oben bezeichneten Wasserspiegel. Die Gitterbrücke mit ihren schlanken Pfeilern und den nach dem Auslegersystem gebauten Hauptbrückenträgern präsentiert sich außerordentlich gefällig und gereicht der Erbauerin, der Compagnie Five Lillee, zur Ehre.