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Berliner U-Bahn

Pünktlich zum Schulbeginn fährt die U8 wieder bis Hermannstraße

19. August 2014

Gute Planung und eine ausgefeilte Logistik machen es möglich: Fahrgäste der U-Bahnlinie 8 können pünktlich zum Schulbeginn am 25. August 2014 wieder bis zur Endstation Hermannstraße durchfahren. Damit wird auch die direkte Anbindung an den S-Bahnring wieder hergestellt. Die Bauabteilung der BVG macht die frühzeitige Wiedereröffnung des südlichen Streckenastes der U8 möglich, obwohl bei der aufwendigen Tunnelsanierung und ungewöhnlich komplizierten Grundinstandsetzung der Bahnhöfe zwischen Boddinstraße und Hermannstraße noch Restarbeiten zu erledigen sind.

»Wir wissen, dass wir unseren Fahrgästen auf der U8 viel abverlangt haben«, sagt Bauabteilungsleiter Uwe Kutscher. »Deshalb war es uns wichtig, zum frühestmöglichen Zeitpunkt den U-Bahn-Verkehr wieder aufzunehmen. Die geringen Einschränkungen durch die noch anstehenden Arbeiten werden durch die enormen Verbesserungen mehr als aufgewogen.«

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Bis zur endgültigen Fertigstellung aller Arbeiten im Oktober muss die U8 im Bahnhof Hermannstraße noch eingleisig fahren. In der Hauptverkehrszeit, in der ein 5-Minuten-Takt gilt, fährt daher nur jeder zweite Zug bis zur Endstation Hermannstraße durch. Die anderen Züge kehren weiterhin in Boddinstraße. In den übrigen Zeiten, in denen die U8 alle zehn Minuten fährt, kann schon vom 25. August an jeder Zug planmäßig rollen.

Hell, freundlich, sicher und barrierefrei – so zeigen sich die Bahnhöfe an der südlichen U8 nach der Fertigstellung. Der Löwenanteil der Arbeiten ist abgeschlossen. Auch die mehr als 80 Jahre alten Tunnel wurden abschnittsweise saniert und können jetzt für zukünftige Jahrzehnte einen zuverlässigen U-Bahnbetrieb garantieren.

Baubeginn auf der U8 war im Sommer 2012 am Bahnhof Boddinstraße. Nachdem dort alles planmäßig verlief, warteten auf dem Weg zur Fertigstellung des Gesamtprojekts auf die Bauexperten der BVG allerdings einige böse Überraschungen. Am Bahnhof Leinestraße wurden Deckenschäden festgestellt, die das erwartete Maß bei weitem überstiegen – unter anderem Spätfolgen der zum Teil minderwertigen Materialien und aus heutiger Sicht mangelhaften Bauverfahren, die beim Bau der 1929 eröffneten Station verwendet wurden. Seit August 2013 musste für die Sanierung der Tunnelschäden der U-Bahnverkehr zwischen Boddinstraße und Hermannstraße unterbrochen werden.

Auch der Bahnhof Hermannstraße – erst 1996 eröffnet – erwies sich als Herausforderung. Zunächst sah es so aus, als müsste die Station nur eine ›Schönheitskur‹ bekommen, weil beispielsweise vielerorts Fliesen von den Wänden gefallen waren. Doch bei genauerer Untersuchung zeigte sich, dass auch an der Endstation der U8 Stützen und Deckenkonstruktionen so angegriffen waren, dass sie aufwendig saniert bzw. erneuert werden mussten.

Während die Bahnhöfe Boddinstraße und Leinestraße jetzt unmittelbar vor der Fertigstellung der wesentlichen Arbeiten stehen, wird an der Station Hermannstraße noch knapp zwei Monate gebaut. Die nördliche Vorhalle bleibt noch etwas länger gesperrt. Die BVG tut alles, um die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.

Die Einzelprojekte in Kürze:

Boddinstraße:

Grundinstandsetzung, barrierefreier Ausbau, Modernisierung der Fliesenbeläge, Beleuchtung, und Informationssysteme, Tunnelsanierung. Fertigstellung abgeschlossen. Kosten: ca.4,5Mill.€ (davon 700000€ für Tunnelsanierung).

Leinestraße:

Betoninstandsetzung, barrierefreier Ausbau, Erneuerung der Beleuchtung, Lautsprecheranlage und Videotechnik, Austausch der Wandfliesen, Erneuerung des Bodenbelags, Sanierung der Vorhallen. Fertigstellung: 25. August 2014, Aufzug Ende 2014. Kosten: ca.7,5Mill.€.

Hermannstraße:

Erneuerung von Fliesen, Neugestaltung der Hintergleiswände mit vandalismusresistenten Emaille-Paneelen, künstlerische Gestaltung der Stützen zum Thema ›Großstadt-Dschungel‹, neue Raumaufteilung und Gestaltung der nördlichen Vorhalle zur Reduzierung schwer einsehbarer Ecken, Austausch des Bodenbelags gegen hellen Granit und Erneuerung des Blindenleitsystems, Erneuerung Beleuchtung, Fahrgastinformationssysteme und Videotechnik, Abbruch und Neugestaltung schadhafter Decken. Fertigstellung: Oktober 2014 (mit Ausnahme der nördlichen Vorhalle). Kosten: ca.1,5Mill.€.

• Quelle: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Links:  BVG

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