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Neue Straßenbahntrasse für Köpenick

Landespressedienst Berlin • 21.11.2000

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit:

Am Freitag, 24. November 2000, wird die neue Straßenbahntrasse in der Müggelheimer Straße zwischen Alt-Köpenick und der Kietzer Straße in Betrieb gehen. Damit sind die vorhandenen Gleisanlagen der Langen Brücke und der Müggelheimer Straße in Richtung Allendeviertel miteinander verbunden.

Die Streckenführung

In der Vergangenheit durchfuhren alle Linien in der Altstadt die Grünstraße und die Kietzer Straße. Diese Streckenführung war in der Betriebsführung langsam und damit für den Fahrgast unattraktiv. In den engen Altstadtstraßen stellte diese Verbindung eine hohe Belastung für Anwohner und Besucher gleichermaßen dar. Durch den Wegfall von Gleisen in der Grünstraße, auf Teilen des Schlossplatzes und in der Kietzer Straße werden die Belastungen entfallen bzw. verringert, gleichzeitig wird die Betriebsführung vereinfacht und beschleunigt.

Zwischen dem Schlossplatz und dem Abzweig Kietzer Straße sorgt ein grünes Gleis außerhalb der Fahrbahn auf dem vorhandenen Mittelstreifen der Müggelheimer Straße für die ungestörte Fahrt der Bahn. Das Gleis ist so ausgelegt, dass mit der Realisierung des zweiten Gleises eine gemeinsame Trasse Straßenbahn/Omnibus hergestellt werden kann. Auf dem Schlossplatz entsteht zunächst ein Gleisprovisorium, welches später, wenn die Altstadt Köpenick durch die Tangentialverbindung Ost vom Autoverkehr entlastet ist, in die heutige zweite Kfz-Fahrspur in Endlage verlegt werden soll.

Die Bauleistung

Insgesamt wurden 460m Gleise und drei Weichen verlegt. Im Mittelstreifen zwischen dem Abzweig am Schlossplatz bis zum Abzweig in die Kietzer Straße wurde ein begrüntes Gleis hergestellt. Das Gleis wurde an der Haltestelle eingeschottert. Die Konstruktion ermöglicht den späteren Ersatz der Grüneindeckung durch einen Fahrbahnbelag, wodurch die Trasse auch für Busse nutzbar wird. Auf dem Schlossplatz und im Kreuzungsbereich Kietzer Straße/Amtsstraße wurde ein straßenbündiger Gleiskörper hergestellt. Die Gleisentwässerung der befestigten Gleisbereiche erfolgt über Schienenentwässerungskästen in die Kanalisation. Im Bereich des begrünten Gleises im Mittelstreifen erfolgt die Entwässerung durch Versickerung.

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Durch den Neubau des Gleises in der Müggelheimer Straße entfallen nun die Gleise in der Grünstraße, ein Gleis in der Kietzer Straße sowie die Gleise und zwei der drei Haltestellen auf dem Schlossplatz. Die vormals dort vorhandenen Haltestellen in Richtung Grünstraße wurden durch die neue Haltestelle, die durch Rampen behindertengerecht zu erreichen ist, ersetzt. Die verbleibende Haltestelle auf dem Schlossplatz für Züge aus der Altstadt Richtung Spindlersfeld wurde geringfügig verlängert. Die vorhandenen Lichtsignalanlagen am Schlossplatz und in dem Bereich Müggelheimer Straße/Kietzer Straße/Amtsstraße wurden den neuen Gleisanlagen und Bordkanten angepasst und gewähren über entsprechende Schaltungen dem ÖPNV Vorrang.

Im Zuge des Straßenbahnbaus erfolgten nur Anpassungsarbeiten der betroffenen Straßen. So wurden am Schlossplatz lediglich die Fahrbahnkanten (Bordsteine) und Fußgängerüberwege den neuen Gleisanlagen angepasst. Das neue Straßenbahngleis in Richtung Osten bedingte z.T. auch eine geringfügige Inanspruchnahme der südlichen Fahrbahn der Müggelheimer Straße. Durch Ummarkierungen und Wegfall der Parkmöglichkeit am Straßenrand werden aber hier weiter je zwei Fahrspuren Richtung Allendeviertel und zwei Abbiegespuren in die Amtsstraße erhalten bleiben. Die Fahrmöglichkeiten für den motorisierten Individualverkehr bleiben unverändert.

Im Bereich der neuen Gleisanlagen wurden Leitungsumverlegungen erforderlich. Diese wurden in Abstimmung mit den Versorgungsunternehmen geplant und durchgeführt. Parallel zum Bahnkörper wurden Schutzrohre verlegt, durch die Kabel für die Bahnstromversorgung, Weichensteuerung und Beleuchtungs- und Informationsanlagen der Straßenbahn geführt wurden. Die Neubaustrecke kostet einschließlich Erschließungskosten und Ingenieurleistungen insgesamt rd. 5,5 Mill. DM netto.

• Quelle: Landespressedienst Berlin

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