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Auf der Neubaustrecke mit Tempo 250 nach Berlin

20. August 1998

Im Bahnverkehr von und nach Berlin beginnt am 27. September 1998 ein neues Zeitalter. Mit Inbetriebnahme der Neubaustrecke zwischen Berlin und Hannover wird der ICE auf der wichtigsten Ost-West-Verbindung auf Tempo 250 beschleunigen. Die Fahrzeiten von und nach Berlin verkürzen sich zum Winterfahrplan je nach Relation bis zu 90 Minuten.

Im Winterfahrplan werden erstmals die beiden ICE-Linien von Berlin Richtung Nordrhein-Westfalen sowie Richtung Kassel, Frankfurt und Stuttgart/München über die Neubaustrecke verkehren. Dadurch verkürzen sich die Fahrzeiten von Berlin nach Köln, Dortmund und Hannover um rund eine Stunde sowie von Berlin nach Frankfurt, Kassel und Braunschweig um ca. 45 Minuten. Die beiden neuen ICE ›Spree-Sprinter‹ und ›Main-Sprinter‹, die jeweils morgens und abends in beiden Richtungen verkehren, schaffen die Strecke Frankfurt–Berlin sogar ›nonstop‹ in 3 Stunden 49 Minuten.

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Besonders groß sind die Fortschritte für Bahnreisende von und nach Wolfsburg. Durch die neue Verbindung der Volkswagenstadt an das ICE-Netz verkürzt sich die Fahrzeit an die Spree von bisher 2 Stunden 51 Minuten auf 1 Stunde 11 Minuten und in die Expo-Stadt Hannover auf 34 Minuten. Aber auch Bahnreisende im internationalen Verkehr profitieren von der Neubaustrecke: Die Fahrzeiten von Berlin nach Paris oder von Hannover nach Warschau schrumpfen um rund eine Stunde. Der InterRegio Berlin Amsterdam, der mehrmals täglich über die neue Trasse rollt, wird ca. 45 Minuten schneller sein Ziel erreichen.

Wegen der verkürzten Reisezeiten erwartet die Deutsche Bahn einen Zuwachs an Fahrgästen. Darum verkehren die ICE-Züge von Berlin nach Nordrhein-Westfalen ab Ende September statt wie bisher im Zwei-Stunden-Takt künftig alle 60 Minuten. Insgesamt wächst das ICE-Angebot von Berlin Richtung Westen und Südwesten um 25%.

Die Neubaustrecke Berlin Hannover verläuft nördlich der traditionellen Hauptstrecke über Wolfsburg, Stendal, Rathenow. Fernzüge aus Richtung Westen fädeln sich künftig nicht mehr über Berlin-Wannsee, sondern im Stadtteil Spandau in die Berliner Stadtbahn ein. Dort ist bereits im vergangenen Jahr ein neuer Fernbahnhof in Betrieb genommen worden. Die Landeshauptstädte Brandenburgs und Sachsen-Anhalts, Potsdam und Magdeburg, die nicht an der Neubaustrecke liegen, erhalten auch weiterhin Anbindung an das ICE-Netz.

Einen Fortschritt gibt es zum Fahrplanwechsel auch für Reisende von Düsseldorf nach Brüssel und Paris. Der internationale Hochgeschwindigkeitszug ›Thalys‹, der im Zwei-Stunden-Takt zwischen Köln und Paris fährt, wird bis in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt verlängert. Täglich fährt ein Zug von Düsseldorf nach Paris und zurück.

Quelle: Deutschen Bahn AG

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