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Tunnel Flughafen Berlin-Tegel wieder für den Verkehr freigegeben

Neuigkeiten • 13. Juni 2008

Am Freitag, den 13. Juni 2008 wurden die im November 2006 begonnenen Arbeiten am Tunnel Flughafen Tegel beendet. Die A111 kann damit wieder in ihrer Funktion als nördliche Verbindung der Berliner Stadtautobahn mit dem äußeren Berliner Ring A10 für den Fahrzeugverkehr genutzt werden.

Die baulichen Instandsetzungsmaßnahmen begannen mit der kompletten Entkernung der beiden Tunnelröhren, wozu auch alle betriebs- und verkehrstechnischen Einrichtungen gehörten. Um den Tunnel möglichst langfristig zu erhalten und den Brandschutz zu erhöhen, wurden rund 33500m² Spritzbeton mit einer Dicke von 6cm an den Wänden aufgetragen. Des Weiteren wurde eine Brandschutzdecke mit einer Fläche von rund 24000m² montiert. 2600m umlaufender Abdichtung der Blockfugen verhindern das Eindringen von Wasser und die Fahrbahnfläche wurde auf einer Fläche von rund 38000m² ebenfalls abgedichtet. 4000m Notgehwege wurden angelegt und vier Verkehrszeichenbrücken angelegt.

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Zeitversetzt zu der bautechnischen Instandsetzung folgte der Einbau neuer Betriebs- und Verkehrstechnik. Dabei wurden 574 Tunnelleuchten angebracht und rund 140 Hinweisleuchten zu Fluchtwegen und Notrufeinrichtungen. Zur Verbesserung der Sicherheit im Tunnel wurden 4000m visuelle Leiteinrichtungen an den Fahrbahnrändern montiert, 215 Tunnellautsprecher und 167 automatische Brandmelder angebracht, 36 Notrufsprechstellen eingerichtet. Zusätzlich gibt es eine Schranke, die als Feuerwehrüberfahrt zu beiden Tunnelröhren dient. Außerdem wurden 425 km Kabel verlegt, 5 Sperrschranken eingesetzt, 28 Strahlventilatoren zur Belüftung des Tunnels angebracht und rund 200 Wechselverkehrszeichen und -wegweiser aufgestellt. Zudem wird der Verkehr durch 51 Videokameras ständig überwacht und gesteuert.

Insgesamt wurden für die Baumaßnahmen rund 38,5 Mill.€ verwendet. Dabei wurden 26 Mill.€ für die bautechnische Instandsetzung und 12,5 Mill.€ in die betriebs- und verkehrstechnische Erneuerung der Tunnelanlage investiert.

Der Tunnel musste knapp 30 Jahre nach seinem Entstehen grundlegend saniert werden. Vor der Instandsetzung kam es in den Wintermonaten immer wieder zu Sperrungen des Tunnels, weil eindringendes Grundwasser zu Gefrierungen führte. Zudem entsprachen die betriebs- und verkehrstechnischen Einrichtungen nicht mehr aktuellen Standards.

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt • Berlin

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