VerkehrStraßenverkehr

Straßenpflaster aus Holz und Eisen

Polytechnisches Journal • 12.2.1890

Nach der Mitteilung verschiedener englischer Zeitungen ist vor kurzer Zeit die Savile Street in Sheffield mit dem in obenstehender Figur dargestellten Pflaster aus Holz und Eisen versuchsweise gepflastert worden. Die gewöhnlich geforderten Eigenschaften eines Pflasters: Dauerhaftigkeit, Sicherheit, Geräuschlosigkeit und Reinlichkeit glaubt der Erfinder, Ernest Hille in Sheffield, in seiner Erfindung vereinigt zu haben.

Um die Straßenbahn zu legen, wird zunächst als feste Grundlage eine dünne Schicht von Holz oder Asphalt angebracht. Auf diese werden die flanschenartigen Grundplatten der Eisenstücke gelegt, deren nach oben stehender Teil, wie die Figur zeigt, kreuzförmig ist. In die vom aufstehenden Teil gebildeten Ecken legen sich die quadratischen Holzblöcke. Die Zwischenräume werden mit heißem Pech ausgegossen, welcher das ganze Pflaster fest zusammen kittet und das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Eine kurze private Versuchsstrecke hat sich seit 1½ Jahren bewährt; jetzt werden Versuche mit einer größeren Fläche gemacht.

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