Bau & ArchitekturBrücken

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Neue Fuß- und Radwegbrücke über die Spree freigegeben

Katzengrabensteg in Berlin-Köpenick

15. Oktober 2001

Die Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Maria Krautzberger, gab heute gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Dr. Klaus Ulbricht, und dem Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Oliver Scholz, die neue Brücke Katzengrabensteg im Bezirk Treptow-Köpenick frei. Der Katzengrabensteg verbindet als Fuß- und Radwegbrücke die Altstadt Köpenick über die Baumgarteninsel mit dem Wohnpark ›Am Krusenick‹.

Staatssekretärin Krautzberger: »Mit dem Katzengrabensteg kann heute eine neue Verbindung über die Spree im Bezirk Treptow-Köpenick freigegeben werden. Die Rad- und Fußgängerbrücke bedeutet eine wesentliche Verbesserung für die Infrastruktur des Bezirkes. Zwischen den beiden großen Spree-Überquerungen, der Dammbrücke und der Salvador-Allende-Brücke, wird für den Rad- und Fußgängerverkehr eine attraktive Verbindung zwischen der Altstadt Köpenick und der Halbinsel Krusenick geschaffen. Für Radfahrer und Fußgänger ist die Altstadt Köpenick nun ohne Umwege über die Spree zu erreichen. Die Bewohner des Wohnparks ›Am Krusenick‹ gelangen über den Katzengrabensteg unmittelbar in die Altstadt. Für die wirtschaftliche Lebensfähigkeit dieses attraktiven Stadtteils von Berlin bedeutet die neue Anbindung über die Spree einen großen Gewinn. Als Teil des geplanten Uferwanderweges ›Altstadt‹ wird die Brücke zukünftig auch für alle Ausflügler ein besonderes Erlebnis sein. In ihrer eleganten architektonischen Gestaltung fügt sie sich hervorragend in die landschaftliche Umgebung ein.«

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Der Katzengrabensteg ist als Pylon-Brücke mit stählernen Zugbändern konstruiert. Der Mittelpylon ist auf der Südseite der Baumgarteninsel gegründet. Die Brücke überspannt die Müggelspree im Westen und die Alte Spree im Osten. Am östlichen Brückenende erschließt eine Erdrampe die Anbindung an das ca. 1,5m tiefere Gelände des Krusenick. Der westliche Anschluss an die Straße ›Katzengraben‹ führt über das Gelände der Feuerwehr. Hier entstand parallel zum Spreeufer eine Rampenbrücke aus Stahlbeton.

Das statische System der Brücke besteht aus einem Durchlaufträger über zwei Felder. Elastisch unterstützen jeweils zwei Zugstangenpaare den Überbau. Der Pylon, der zugleich das mittlere Auflager auf der Baumgarteninsel bildet, nimmt die Zugstangen auf. Der Brückenbelag auf dem Überbau besteht aus profilierten Eichenbohlen. Dadurch ist keine zusätzliche Brückenentwässerung notwendig. Die Brückenrampen sind alle behindertengerecht ausgebildet.

Die technischen Daten im Einzelnen:

  • Stützweiten: 58,50m/50,70m
  • Breite zwischen den Hauptträgern: 3,0m
  • Masse Überbau: 95t
  • Pylonhöhe: 26,85m
  • Masse des Pylons: 15t

Der Brückenneubau kostet insgesamt rund 2,2 Mill. DM. 1,5 Mill. DM konnten im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages im Zusammenhang mit der Wohnbebauung ›Am Krusenick‹ finanziert werden. Der Investor übernahm damit die Verpflichtung, eine fußläufige Verbindung zur Altstadt Köpenick zu schaffen. 700000 DM werden zu gleichen Teilen durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und den Bezirk Treptow-Köpenick finanziert.

• Quelle: Landespressedienst Berlin

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