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Kanalverbindung zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer

Zentralblatt der Bauverwaltung • 16.7.1881

Nach einem von Ingenieur Poliakof in der Versammlung des Vereins der französischen Zivilingenieure in Paris am 4. März 1881 gehaltenen Vortrag, welcher in den Veröffentlichungen dieses Vereins mitgeteilt ist, hat der Ingenieur Daniloff den Entwurf zu einer für den osteuropäisch-asiatischen Handel sehr wichtigen und daher schon im Altertum, sowie später von Sultan Selim, Peter dem Großen und anderen angestrebten, aber bis jetzt nicht zur Ausführung gekommenen Verbindung des Kaspischen und des Schwarzen Meeres durch einen Kanal aufgestellt und dem russischen Ministerium der Kommunikationswege vorgelegt. Der Entwurf soll wegen seiner Zweckmäßigkeit und leichten Ausführbarkeit allgemein Anklang gefunden und daher die beste Aussicht auf Verwirklichung haben. Die Verbindung der beiden Meere soll durch ein Kanalsystem in der Ebene nördlich vom Kaukasus hergestellt werden. Da der Mangel an genügendem Wasser in dieser Ebene die früher zum gleichen Zweck aufgestellten Entwürfe scheitern ließ, so will Ingenieur Daniloff der Ebene zunächst Wasser zuführen, welches aus dem wasserreichen Terek-Fluss in einer Höhe von 162m über dem Spiegel des Schwarzen Meers entnommen und mittels eines 350km langen Kanals bis zur Mündung des Kalaus-Fluss in den Manytsch-Fluss geleitet wird. Hier soll ein großes Reservoir gebildet und ein Kanal einerseits nach dem Asowschen Meer unter Benutzung des Manytsch-Fluss, anderseits durch die Tiefebene nach der Wolga in der Nähe von Astrachan geführt werden. Abzweigungen von diesem Kanal sind dann noch geplant über Jekaterinodar [seit 1920: Krasnodar] nach Anapa am Schwarzen Meer und nach der Mündung des Kuma-Fluss am Kaspischen Meer.

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