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Elektronische Stellwerke für noch schnelleren und zuverlässigeren Bahnbetrieb

Baubeginn für elektronisches Stellwerk Fürstenberg in Gransee. 16 neue ESTW in Brandenburg bis 2007

29. Mai 2002

Die Deutsche Bahn erneuert mit Millionenaufwand das Streckennetz im Land Brandenburg. Neben den eigentlichen Gleisanlagen wird dabei vor allem die Signaltechnik auf den neuesten technischen Stand gebracht. Im Land Brandenburg sind derzeit 16 elektronische Stellwerke (ESTW) an den Standorten Angermünde, Cottbus, Doberlug-Kirchhain, Falkenhagener Kreuz, Fürstenberg, Fürstenwalde, Genshagener Heide, Glöwen, Jüterbog, Lübbenau, Michendorf, Nauen, Oranienburg, Potsdam Wildpark, Wittenberge und Zossen geplant, im Bau oder bereits in Betrieb. Bis 2007 sollen alle Anlagen im Betrieb sein. Bei den Baumaßnahmen werden rund 250 an die Stellwerke angeschlossene Bahnübergänge angepasst und mit modernster Sicherungstechnik ausgestattet. Die ESTW ersetzen die bisherigen Anlagen, die teilweise noch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen.

»Durch die moderne Technik werden die Strecken leistungsfähiger, die Anlagen zuverlässiger und sicherer. Das wirkt sich auch positiv für unsere Fahrgäste aus. Zum einen verkürzt sich die Fahrtzeit, zum anderen verbessert sich die Pünktlichkeit.«, sagte Peter Debuschewitz, Sprecher der Niederlassung Ost von DB Netz, heute beim Baubeginn für das ESTW Fürstenberg in Gransee. Hinzu kommt, dass bei Betriebsstörungen die Kunden besser informiert werden können. Dies geschieht zukünftig zentral von der Betriebszentrale Berlin aus, von wo aus auch der Zugverkehr gesteuert wird.

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In Gransee entsteht ein Stellrechner für das ESTW Fürstenberg. Andere Stellrechner werden in Dannenwalde, Drewin und Neustrelitz gebaut. Ab 2003 werden über Fürstenberg die Signale zwischen Löwenberg und Neustrelitz gesteuert und der Zugverkehr überwacht. Die Investitionssumme beträgt rund 58 Mill. Euro. Die zurzeit verwendete mechanische und elektro-mechanische Stellwerkstechnik ist vollkommen veraltet, und die Funktionsfähigkeit der Anlagen ist nur noch mit hohem Wartungsaufwand zu gewährleisten. Von den derzeit noch vorhandenen 14 alten Stellwerken im Bereich Fürstenberg stammt das älteste (im Bahnhof Fürstenberg) aus dem Jahre 1914.

Zeitgleich wird der Bahnhof Gransee umgestaltet. In einer ersten Bauphase bis zum Juli 2002 wird der Reisendenübergang zu dem Zwischenbahnsteig am Gleis1 beseitigt. In Richtung Fürstenberg entsteht dafür am Gleis3 ein 210 Meter langer Außenbahnsteig. Gleichzeitig wird mit dem Bau eines Fußgängertunnels begonnen, der den Hausbahnsteig mit dem neuen Außenbahnsteig verbindet.

Nach Fertigstellung des Bahnsteiges am Gleis3 wird in einer zweiten Bauphase bis Oktober diesen Jahres der Hausbahnsteig auf 210 Meter Länge erneuert und der Fußgängertunnel fertig gestellt. In dieser Zeit halten die RE-Züge nur am neuen Außenbahnsteig, und die Fahrgäste gelangen ausschließlich über einen neuen Zugang vom Bahnübergang der Landesstraße L22 zum Bahnsteig. Dieser Zugang bleibt auch nach Inbetriebnahme des Fußgängertunnels erhalten. Während beider Bauphasen werden im Bahnhof Gransee Arbeiten an den Gleisen sowie an Sicherungs- und Oberleitungsanlagen durchgeführt. Die Kosten der gesamten Baumaßnahmen im Bereich des Bahnhofs Gransee belaufen sich auf drei Mill. Euro.

• Quelle: Deutsche Bahn AG

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